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	<title>Bücher - Uniadmin</title>
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	<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 16:50:09 +0200</pubDate>
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		<title>Berlin - Hauptstadt der DDR</title>
		<description><![CDATA[Dieser Bildband über die Hauptstadt der DDR, nämlich Berlin, ist sicherlich einer der kleinsten seiner Art und auch das kleinste Buch, das ich mal in einem Büchertauschschrank gefunden habe,
Der Bildband wurde im Jahre 1980 vom Verlag &#x00022;Zeit im Bild&#x00022; herausgegeben und enthält eine Menge Fotos von Berlin, als es noch Hauptstadt der DDR war. In den einleitenden Worten heißt es unter anderem:


Buchstäblich aus Ruinen auferstanden wird das Berlin von heute immer mehr zum Symbol für den Siegeszug des]]></description>
		<pubDate>Sat, 30 Dec 2023 12:11:00 +0100</pubDate>
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		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439918/berlin-hauptstadt-der-ddr.jpg"><img alt="" class="align_right" height="285" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439918/berlin-hauptstadt-der-ddr.340x0-is.jpg" width="280"></a>Dieser Bildband über die Hauptstadt der DDR, nämlich Berlin, ist sicherlich einer der kleinsten seiner Art und auch das kleinste Buch, das ich mal in einem Büchertauschschrank gefunden habe,<br>
Der Bildband wurde im Jahre 1980 vom Verlag "Zeit im Bild" herausgegeben und enthält eine Menge Fotos von Berlin, als es noch Hauptstadt der DDR war. In den einleitenden Worten heißt es unter anderem:</p>

<blockquote>
<p>Buchstäblich aus Ruinen auferstanden wird das Berlin von heute immer mehr zum Symbol für den Siegeszug des Sozialismus auf deutschem Boden.</p>
</blockquote>

<p>Im Jahre 1989 ist der Siegeszug des Sozialismus auf deutschem Boden dann  beendet worden, nicht durch Ochs und nicht durch Esel, sondern durch die Bürger, die mit mutigen Montagsspaziergängen die Wende eingefordert haben.</p>

<figure class="align_right"><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439918/berlin-hauptstadt-der-ddr-im-vergleich-mit-ei.jpg"><img alt="" height="222" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439918/berlin-hauptstadt-der-ddr-im-vergleich-mit-ei.340x0-is.jpg" width="280"></a>

<figcaption>Das Buch im Größenvergleich mit einem Ei, das ca. 6 Minuten gekocht wurde.</figcaption>
</figure>

<p>Davon ist in dem Büchlein freilich noch nichts zu erkennen. Hier wir die Hauptstadt der DDR in ihrer sozialistischen Schönheit gezeigt.</p>

<p>So gibt es viele Fotos rund um den Alexanderplatz, über den folgendes zu lesen ist:</p>

<blockquote>
<p>Berlin - Alexanderplatz: Ein beliebter Treffpunkt ist die Weltzeituhr. Mehrere tausend Berliner haben hier auch ihre Arbeitsstätten im Centrum-Warenhaus, im "Hotel Stadt Berlin", im Berliner Verlag, bei der U- und S-Bahn, im Haus des Lehrers. Alle Bauten rings um den Platz werden vom 365 Meter hohen Fernsehturm überragt. Die Berliner lieben den Alexanderplatz, nennen ihn einfach Alex.</p>
</blockquote>

<p>Daß der Fernsehturm 365 Meter hoch ist, stimmt nicht mehr. Er ist jetzt 368 Meter hoch, weil ihm 1997 im Zuge einer Modernisierung der Sendeanlage eine neue Spitze auf die Antenne gesetzt wurde.<br>
Dadurch kann man sich die Höhe des Fernsehturms nicht mehr so einfach merken, denn, war der Fernsehturm in der DDR so viele Meter hoch wie das Jahr Tage hat, so ist er nun drei Meter höher als das Jahr Tage hat.</p>

<figure class="align_center"><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439918/fernsehturm.jpg"><img alt="" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439918/fernsehturm.1055x0-is.jpg" width="1055"></a>

<figcaption>Links der Fernsehturm, rechts das Telecafe.</figcaption>
</figure>

<p>Wie (wahrscheinlich) fast alle Berliner, war ich nur ein einziges Mal auf dem Fernsehturm. Ich denke, daß ich 5 Jahre alt war, und ich bemerkte damals, daß die Menschen unten auf dem Alex wie Ameisen aussahen.</p>

<p>Hier der Alexanderplatz wie er einst war:</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439918/alex.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439918/alex.1022x0-is.jpg" width="1022"></a></p>

<p>Rechts, das blaue Hochhaus, war das Hotel Stadt Berlin (jetzt Park in), und geradeaus sieht man das Centrum-Warenhaus (jetzt Kaufhof), wo ich 1988 mit meinem damaligen Mitlehrling Klaus eine Segelscheibe (Westwort: Frisbee) geklaut hatte, mit der wir dann auf dem Alex über den Köpfen der Menschen und zwischen den Menschen hindurch spielten. Wir fanden das lustig,</p>

<p>Und irgendwann im Jahre 1990 war ich mal mit Volker auf dem Alex, wir hatten uns irgendwo hingesetzt, vielleicht dort, rechts unten im Bild, wo die beiden sitzen, die so aussehen, als wenn sie sich grade eine Zigarette drehen, als uns plötzlich lauter Zigeuner umringten, die in fremder Sprache und gebrochenem Deutsch etwas sagten, fragten und redeten und gestikulierten.<br>
Dabei bemerkte ich, daß eine dicke Frau von der Seite auf dem Boden heran gekrochen kam und nach Volkers Rucksack langen wollte, den er zu seinen Füßen abgestellt hatte.<br>
Ich sagte Volker, er solle mal seinen Rucksack festhalten, und als er das tat, verschwanden die Zigeuner sofort und so plötzliche wie sie gekommen waren.<br>
Es war die Wende, die uns um Erlebnisse dieser Art bereichert hat.</p>

<p>Im Jahre 2021 habe ich mit Volker noch mal so etwas ähnliches erlebt. Es war aber nicht auf dem Alexanderplatz, sondern in einem Straßencafe in Pankow, und es ging nicht um Volkers Rucksack, sondern um sein Handy, es waren nicht lauter Zigeuner, sondern irgendein komischer Typ, und ich sagte Volker nicht, daß er mal sein Handy festhalten solle.<br>
Das Handy war weg.</p>

<p>Ein weiteres Foto vom Alex in diesem Bändchen zeigt offensichtlich, wie der Alexanderplatz gereinigt wird. Im Vordergrund ein Mann mit einem Straßenstaubsauger, weiter hinten Frauen, die mit Besen den Platz fegen. Dazu die Weltzeituhr, bei der niemand auf die Idee gekommen wäre, sie mit Farbe zu beschmieren, um Veränderungen zu erwirken. Es haben sich aber viele Menschen an der Weltzeituhr verabredet.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439918/mann-mit-strassenstaubsauger.jpg"><img alt="" class="align_center" height="405" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439918/mann-mit-strassenstaubsauger.460x0-is.jpg" width="363"></a></p>

<p>Der Mann mit dem Straßenstaubsauger erinnert mich an einen Mann, der irgendwann im Sommer 1993 mit eben solch einem Staubsauger den Fernbahnsteig vom S-Bahnhof Schöneweide reinigte. Ich beobachtete ihn aus meiner S-Bahn heraus, die gerade gehalten hatte, sah ihn die Maschine hochschieben, hinschieben, herschieben, und ich sah, wie er exakt an der Bahnsteigkante entlang saugte, als eine einzelne Diesellok ohne Hänger vorbeirauschte - eine Durchfahrt.<br>
Es gab einen kräftigen Knall, Funken flogen, der Mann saß auf dem Hosenboden und guckte verwirrt. Der Staubsauger war weg.<br>
Was danach geschah, weiß ich nicht, denn es hieß "Zurückbleiben bitte" und meine S-Bahn fuhr los.</p>

<p>In dem Bildbändchen ist natürlich auch der Palast der Republik. Hier der Blick auf den Palast vom Fernsehturm aus, wo wir hinten, noch vor dem Palast der Republik, den Neptunbrunnen erkennen:</p>

<figure class="align_center"><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439918/palast-der-republik-mit-spring-und-neptunbrunnen.jpg"><img alt="" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439918/palast-der-republik-mit-spring-und-neptunbrunnen.961x0-is.jpg" width="961"></a>

<figcaption>Der Knick in der Mitte vom Palast der Republik kommt aus dem Buch, weil die Seiten nicht exakt zusammenpassen. In Wirklichkeit hatte der Palast der Republik diesen Knick nicht.</figcaption>
</figure>

<p>1987, so war mir in Erinnerung, hat mein damaliger Mitlehrling Klaus ein Zitat von Karl Marx an den Neptunbrunnen geschrieben und ist dabei von der Stasi erwischt worden. In Wirklichkeit, so hat er mir noch mal auf meine Nachfrage gesagt, hat er aber gar nichts an den Neptunbrunnen geschrieben, sondern an das Marx-Engels-Denkmal ein paar 100 Meter weiter, das es erst seit 1986 gibt und deshalb in dem Büchlein keine Erwähnung findet. Die Stasi hat Klaus laufen lassen, hat nur "Du, du, du!" gesagt, weshalb man aber nicht denken darf, daß alles nicht so schlimm im Osten war.<br>
Im Sommer 2013 ist im Neptunbrunnen ein nackter Mann von der Polizei erschossen worden.</p>

<p>Nicht weit entfernt ist das Palasthotel, in dem man nur für Westgeld wohnen durfte und in dem die meisten Zimmer von der Stasi verwanzt waren.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439918/palasthotel.jpg"><img alt="" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439918/palasthotel.1072x0-is.jpg" width="1072"></a></p>

<p>Das Hotel ist 2001 abgerissen worden, und es wurde ein neues Hotel mit einem riesigen Aquarium, einem mit Wasser gefüllten Zylinder aus Acryl, in dem rund 1500 Fische lebten, dem sogeannten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/AquaDom">Aquadom</a>, gebaut. Der Zylinder ist 2022 geplatzt, das Wasser ausgelaufen, und fast alle Fische sind gestorben.</p>

<p>Durch die Passage, rechts im Bild, bin ich 1984 einmal spät abends mit meinem Kumpel Dirk, auf dem Weg zu einer Disco, gelaufen, als ein Mann mit einer Ziehharmonika auftauchte und uns ein Lied spielte. Wir haben ihm fünf Mark Ost dafür gegeben.</p>

<p>Die meisten Fotos in dem Büchlein haben keine Beschreibung. Man muß einfach wissen, was abgebildet ist. Das folgende zum Beispiel zeigt die Staatsoper, vor der man in den 80er Jahren noch parken durfte:</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439918/staatsoper.jpg"><img alt="" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439918/staatsoper.1200x0-is.jpg" width="1200"></a></p>

<p>In der vordersten Reihe zähle ich 8 Trabis, einen so genannten "alten Wolga", eine Schwalbe KR51 und eine MZ Trophy (ES 125er). Dann könnte dort noch ein Moskwitsch stehen und ein oller alter Saporoshez (Saporosh/Zappelfrosch). Ich bin nicht ganz sicher.<br>
Wer sieht mehr? Wer sieht was anderes?</p>

<p>Das Büchlein widmet auch einen ganzen Abschnitt dem arbeitenden Volk in der Hauptstadt der DDR, dem folgende Worte vorangestellt sind:</p>

<blockquote>
<p>Seit der Gründung der DDR hat sich Berlin, Hauptstadt des ersten Arbeiter-und-Bauern-Staates auf deutschem Boden, eine gute Entwicklung vollzogen.<br>
Gesicherte Arbeitsplätze, hohe Bildung, soziale Sicherheit, fürsorgliche gesundheitliche Betreuung, ein hohes Lebensniveau - all das spricht dafür, daß sich das Leben der Menschen im Sozialismus von Grund auf zum Guten verändert hat.</p>
</blockquote>

<p>Es kommen dann viele Fotos von Menschen, die zeigen, wie sie fleißig arbeiten, Menschen, die trotz der genannten Vorzüge, dann 1989 dem Arbeiter-und-Bauern-Staat ein Ende gesetzt haben.</p>

<p>Es seien hier zwei Bilder herausgesucht, und zwar eins mit einem Mann, der mit einem Schraubenzieher etwas schraubt:</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439918/arbeiter-in-der-ddr-v1.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439918/arbeiter-in-der-ddr-v1.320x0-is.jpg" width="320"></a></p>

<p>Und eines mit einer Frau, die einen Elektroschrauber in den Händen hält und freundlich in die Kamera blickt:</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439918/maenner-mit-technik-und-frau-mit-elektroschrauber-v2.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439918/maenner-mit-technik-und-frau-mit-elektroschrauber-v2.320x0-is.jpg" width="320"></a></p>

<p>Das Bild von der Frau mit dem Elektroschrauber finde ich am schönsten, vielleicht, weil sie den Elektroschrauber richtig hält, vielleicht, weil es nicht so gestellt erscheint wie das berühmte <a href="https://makezine.com/article/maker-news/beautiful-woman-soldering-stock-photo-wrong/">Shutterstock-Foto von der Frau, die den Lötkolben falsch hält</a>.</p>

<p>Der fotografische Streifzug durch die Hauptstadt der DDR führt den Betrachter  noch zu vielen anderen Orten, so sehen wir Bilder vom Treptower Park, von Mehrzweckgaststätten, von Schülern mit blauem Pionierhalstuch, vom Naturkundemuseum und natürlich auch, das sei jetzt noch exemplarisch ausgewählt, von der Schönhauser Allee:</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439918/schoenhauser.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439918/schoenhauser.1072x0-is.jpg" width="1072"></a></p>

<p>Und ganz zum Abschluß noch das Bild eines sogenannten "neuen Wolgas" neben einem Trabi vor einem Souvenirgeschäft:</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439918/wolga-und-trabi-v1.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439918/wolga-und-trabi-v1.319x0-is.jpg" width="319"></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
	<item>
		<title>Flächenland</title>
		<description><![CDATA[Wahrscheinlich hat sich jeder schon einmal, auch ohne Flächenland gelesen zu haben, die Frage gestellt, wie die Welt aussähe, hätten wir nur zwei Dimensionen.
In Flächenland von Edwin A. Abbet, das zuerst Im Jahre 1884 veröffentlicht wurde, wird solch eine Welt beschrieben, eine Welt, in der die Wesen kein Oben und kein Unten kennen. Sie sind flach und haben die Gestalt geometrischer Figuren. Es gibt Dreiecke, Vierecke, Fünf-, Sechsecke,]]></description>
		<pubDate>Sun, 01 Dec 2024 15:54:00 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<figure class="align_right"><img alt="" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439959/flaechenland-scaled.269x0-is.jpg" width="269"></figure>

<p>Wahrscheinlich hat sich jeder schon einmal, auch ohne Flächenland gelesen zu haben, die Frage gestellt, wie die Welt aussähe, hätten wir nur zwei Dimensionen.<br>
In Flächenland von Edwin A. Abbet, das zuerst Im Jahre 1884 veröffentlicht wurde, wird solch eine Welt beschrieben, eine Welt, in der die Wesen kein Oben und kein Unten kennen. Sie sind flach und haben die Gestalt geometrischer Figuren. Es gibt Dreiecke, Vierecke, Fünf-, Sechsecke, Vielecke und Linien.<br>
Die Häuser in Flächenland sind fünfeckig, Wir als dreidimensionale Wesen können von oben auf die Häuser blicken, wir sehen sie wie auf ein Blatt Papier gezeichnet.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439959/flaechenland-haus.jpg"><img alt="" class="align_center" height="293" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439959/flaechenland-haus.687x0-is.jpg" width="291"></a><br>
Wir können gleichzeitig sehen, was um die Häuser herum geschieht und was innen ist, doch die zweidimensionalen Flächenwesen können das nicht. Nur, indem sie das Haus durch eine der Türen betreten, können sie herausfinden, was sich darin befindet.<br>
Der Erzähler aus Flächenland, ein Quadrat, sagt zu den Häusern und zum Licht dies:</p>

<blockquote>
<p>Fenster haben unsere Häuser nicht, denn das Licht erreicht uns gleichermaßen in unseren Häusern wie außerhalb, bei Tag und bei Nacht, zu allen Zeiten und an allen Orten gleichmäßig - woher, wissen wir nicht. In allen Zeiten war dies unter unseren Gelehrten eine interessante und häufig verfolgte Fragestellung: Was ist der Ursprung des Lichtes? Oft wurde eine Lösung versucht, doch als einziges Ergebnis füllten sich unsere Irrenhäuser mit den Lösungsbeflissenen. Daher hat (nach vergeblichen Versuchen, diese Untersuchungen indirekt zu unterbinden, indem man sie mit einer erdrückenden Steuer belegte) die legislative sie vor verhältnismäßig kurzer Zeit absolut verboten.</p>
</blockquote>

<p>In Flächenland bilden die ungleichschenkligen Dreiecke die Unterschicht. Sie sind Arbeiter und Soldaten. Da ihre Seiten nicht gleich lang sind, gelten sie als verunstaltet, ihr gesellschaftliches Ansehen ist gering, doch sie sind gefährlich, da sie mit ihrem spitzen Winkel andere tödlich verletzen können.<br>
Frauen sind in Flächenland Linien und damit noch gefährlicher als ungleichschenklige Dreiecke, denn ihr Stich ist absolut tödlich. Zu allem Übel sind die Frauen von bestimmten Positionen aus nahezu unsichtbar, was in dem Buch so erklärt wird:</p>

<blockquote>
<p>Der Leser möge eine Nadel auf den Tisch legen. Dann blicke er sie (mit dem Auge auf Tischhöhe) von der Seite an. Ihre volle Länge ist sichtbar. Doch schau sie von einem anderen Ende her an, und du siehst nichts als einen Punkt, sie ist praktisch unsichtbar geworden.</p>
</blockquote>

<p>Da dies in Flächenland zu zahlreichen Unfällen mit Frauen führte, sind verschieden Frauengesetze erlassen worden, unter anderem, daß Häuser zwei Eingänge haben müssen, einen für Frauen, einen für Männer, daß Frauen an öffentlichen Orten stets ihren Friedensruf von sich geben müssen und mehr, wie dem Buch zu entnehmen ist:</p>

<blockquote>
<p>In einigen Staaten gibt es zusätzlich ein Gesetz, das es den Frauen bei Todesstrafe verbietet, an einem öffentlichen Ort zu gehen oder zu stehen, ohne ihren Rücken unablässig von rechts nach links zu bewegen, und so den hinter ihnen befindlichen ihre Gegenwart anzuzeigen.</p>
</blockquote>

<p>In einigen Deutschen Übersetzungen sind die so mancher Meinung nach frauenfeindlichen Darstellungen entschärft worden. Das Original kannst du an vielen Stellen <a href="https://archive.org/details/flatlandromanceo00abbouoft/mode/2up">als PDF herunterladen</a>.</p>

<p>In Flächenland hängt der gesellschaftliche Stand eines Wesens von der Zahl seiner Winkel ab. Dreiecke mit drei Winkeln stehen an unterster Stelle, darüber die Vierecke mir vier Winkeln, das sind Kaufleute, Anwälte, Fünfecke Gelehrte und so weiter. Je mehr Winkel eine Figur hat, um so höher ihr Ansehen, umso intelligenter wird sie eingestuft. Die Weisen nähern sich mit ihrer Vielwinkeligkeit immer mehr der Kreisform an, die als Perfektion gilt. Frauen haben 0 Winkel.</p>

<p>Im zweiten Teil des Buches gibt es einen Ausflug nach Linienland, in eine Welt, die nur eindimensional ist, die aus der Sicht eines zweidimensionalen Wesen, der eines Quadrates, beschrieben wird. Die Wesen sind alle Linien, je länger die Linie, um so höher der Rang. Frauen sind Punkte.</p>

<p><img alt="" class="align_center" height="487" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439959/linienland.910x0-is.jpg" width="678"></p>

<p>Und selbstverständlich wird auch ein Blick auf Punktland geworfen, auf eine Welt mit 0 Dimensionen, und dann die Frage gestellt, wie eine vierdimensionale Welt aussehen könnte, ob ein vierdimensionales Wesen auf unsere dreidimensionale Welt blickend zugleich erkennen könnte, was in unseren Häusern und außen herum vor sich geht.</p>

<p>Vielleicht erinnern sich noch einige Ostler an die Trickfilmserie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Adolars_phantastische_Abenteuer">Adolars phantastische Abenteuer</a>, wo Adolar mit seiner aufblasbaren Rakete immer heimlich in den Weltraum fliegt und fremde Planeten besucht.<br>
In einer Folge entdeckt Adolar einen Scheibenplaneten, auf dem zweidimensionale Wesen leben. Den Wesen dieser Welt ist vom König verboten worden, die Laute A und O zu verwenden. Stattdessen müssen sie immer ein U sprechen. Dus ist Udulurs Versiun vun Fluechenlund:</p>

<p><iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen="" frameborder="0" height="315" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" src="https://www.youtube.com/embed/Yv-yK2UcbxU?si=k5iUbcsrBY2FqoCN" style="align:center;" title="YouTube video player" width="100%"></iframe></p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/flachenland/</link>
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	</item>
	<item>
		<title>Chamissos Werke in vier Bänden</title>
		<description><![CDATA[Es ist ein wunderschönes Buch, das jemand in einem Büchertauschschrank in Pankow entsorgt hat, gedruckt im Jahre 1907. In diesem einen Band sind alle vier im Titel erwähnten Bände enthalten, sogar die Seitennummern beginnen mitten im Band wieder bei eins, dort, wo ein neuer Band anfängt. Warum das Buch nun &#x00022;Chamissos sämtliche Werke in vier Bänden&#x00022; heißt und nicht &#x00022;Chamissos sämtliche Werke in einem Band&#x00022;, wobei man die Seitennummern dann hätte durchlaufen lassen können,]]></description>
		<pubDate>Sat, 25 Nov 2023 09:22:00 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439995/chamisso2.jpg"><img alt="" class="align_right" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439995/chamisso2.241x0-is.jpg" width="241"></a>Es ist ein wunderschönes Buch, das jemand in einem Büchertauschschrank in Pankow entsorgt hat, gedruckt im Jahre 1907. In diesem <em>einen</em> Band sind alle vier im Titel erwähnten Bände enthalten, sogar die Seitennummern beginnen mitten im Band wieder bei eins, dort, wo ein neuer Band anfängt. Warum das Buch nun "Chamissos sämtliche Werke in vier Bänden" heißt und nicht "Chamissos sämtliche Werke in einem Band", wobei man die Seitennummern dann hätte durchlaufen lassen können, erschließt sich mir nicht.</p>

<p>Doch es ist eigentlich noch komplizierter, denn, daß mit jedem Band die Numerierung der Seiten neu beginnt, stimmt nicht. In Wirklichkeit sind die Seiten der Bände 1 und 2 von 1 bis 474 fortlaufend durchnumeriert, und erst bei Band 3 beginnt es wieder mit Seite 1, wonach Band 3 und 4 fortlaufend bis Seite 476 durchnumeriert werden.</p>

<p>Damit hat das Buch insgesamt 950 Seiten, und alle Seiten sind mit Frakturschrift bedruckt.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439995/chamisso1.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439995/chamisso1.900x0-is.jpg" width="900"></a></p>

<p>Fraktur ist für Ungeübte zum Teil schwer zu lesen. Anstatt "Ich bin so jung, ich bin so stark", liest man schon mal "Ich bin so jung, ich bin so ftark", oder gar "ich bin fo jung ...".</p>

<p>Hier gibt es nun 950 Seiten, sich in der Frakturschrift zu üben, der Deutschen Schrift, die viele mit den Nazis verbinden, mit Hitler und dem dritten Reich, dabei waren es die Nazis selbst, die mit Erlaß vom 3. Januar 1941 die Frakturschriften verboten und dafür gesorgt haben, daß nur noch Antiqua gelehrt und verwendet wird, und das ist so bis heute geblieben.</p>

<p>Neben sämtlichen Werken von Chamisso enthält das Buch, das wie schon gesagt, in einen Büchertauschschrank gestellt worden war, auch noch ein paar Hinweise auf dessen ehemaligen Besitzer oder dessen Besitzerin. Das sind zwei gepreßte Pflanzen, ein Blatt von einem Abreißkalender, eine Eintrittskarte für die Staatsoper, ein Schwarzweißfoto einer jungen Frau in Paßbildgröße und ein Flugblatt, auf dem ein Klubabend der Geistesarbeiter angekündigt wird.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439995/chamisso3.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439995/chamisso3.900x0-is.jpg" width="900"></a></p>

<p>Warum diese Dinge in dem Buch abgelegt wurden, läßt sich nur mutmaßen.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439995/chamisso5.jpg"><img alt="" class="align_right" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439995/chamisso5.jpg" width="202"></a><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439995/chamisso4.jpg"><img alt="" class="align_right" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439995/chamisso4.jpg" width="199"></a>Das Kalenderblatt ist vom 31. Dezember (Julmond) 1935.<br>
Obwohl das Jahr auf dem Kalenderblatt nicht explizit vermerkt ist, läßt es sich rekonstruieren, da auf der Rückseite Werbung für den Kalender des Folgejahrs ist, und auch der angegebene Wochentag, ein Dienstag, fällt auf den letzten Tag des Jahres 1935.</p>

<p>Vielleicht war der 31. Dezember 1935 für den Besitzer des Buches ein besonderer Tag, an dem ein großes Ereignis stattgefunden hat, weshalb das Blatt aufbewahrt wurde, vielleicht waren es aber auch nur die auf der Rückseite abgedruckten Aphorismen:</p>

<blockquote>
<p>Erinnere dich der Vergangenheit,<br>
Lebe der Gegenwart,<br>
Denke an die Zukunft.</p>

<p>Was vergangen, kehrt nicht wieder,<br>
Aber - ging es leuchtend nieder -<br>
Leuchtet's lange noch zurück.</p>

<p>Die Lebenswanderung <del>ift</del> ist eine Gebirgswanderung, je weiter man oben ist, desto weiter und reicher wird der Ausblick, desto freier die Luft, defto einsamer die Landschaft</p>
<cite>August Lämmle</cite></blockquote>

<p>Die auf dem Schwarzweißfoto abgebildete Frau könnte die ehemalige Besitzerin des Buches sein, es könnte aber auch die Frau oder die Freundin des ehemaligen Besitzers sein, der mit ihr zur 95. Vorstellung im Jahre 1931 in der Staatsoper war, wobei die gepreßten Pflanzen zur Erinnerung auch noch eine Rolle gespielt haben könnten.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439995/chamisso-geistesarbeiter-02.jpg"><img alt="" class="align_right" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439995/chamisso-geistesarbeiter-02.225x0-is.jpg" width="225"></a><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439995/chamisso-geistesarbeiter-01.jpg"><img alt="" class="align_right" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439995/chamisso-geistesarbeiter-01.220x0-is.jpg" width="220"></a>Das Flugblatt ist aus dem Jahre 1931 und kündigt einen "Klubabend der Geistesarbeiter" an, veranstaltet von der Internationalen Arbeiterhilfe, einer KPD-nahen Organisation.<br>
Auf dem Klubabend sollte es um die "neuen Perspektiven der Reichspräsidentenwahl (2. Wahlgang)" gehen.<br>
Wir wissen heute, wie die Wahl ausgegangen ist. Hindenburg hat gewonnen und ernannte am 30. Januar 1933 Adolf Hitler zum Reichskanzler.<br>
Am 26. Mai 1933 ist die KPD dann unter der Herrschaft von Adolf Hitler verboten worden. Nach dem Krieg 1945 hat sich die KPD wieder gegründet und ist am 17. August 1956 in der BRD erneut verboten worden. Damit ist die KPD die einzige Partei, die sowohl von den Nazis als auch vom Bundesverfassungsgericht verboten worden ist.</p>

<p>Auf der Rückseite des Flyers (veraltet: Flugblatt) findet sich ein Gedicht von Erich Weinert mit dem Titel: "An die Geistesarbeiter!", aus dem hier folgendes zitiert sei:</p>

<blockquote>
<p>Wenn du arbeiten willst, es steht dir frei!<br>
Aber bitte, gratis!<br>
Betrachtest du die kapitalistische Schweinerei<br>
Nun noch immer sub specie aeternitatis<br>
Wie lange spielst du noch Blindekuh?<br>
Noch einmal die Frage: Wer bist denn du?<br>
Das werden dir die Arbeiter sagen:<br>
Ein <strong>Arbeiter</strong> bist du! Siehst dus nicht ein?<br>
Doch die Arbeiter werdeb in kommenden Tagen<br>
Die Träger der Weltgeschichte sein.</p>
</blockquote>

<p>Das Flugblatt ist höchstwahrscheinlich auf einem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mimeographie">Mimeographen</a> entstanden, denn, so selbstverständlich es uns heute erscheint, daß wir einen Flyer auf dem PC entwerfen und ihn auf dem heimischen Drucker hundertfach ausdrucken oder mit dem USB-Stick zum Copyshop laufen und zig Exemplare erstellen, damals gab es noch keine Xerox-Kopierer, die in jeder Uni standen und zum Vervielfältigen verwendet werden hätten können.<br>
Auch Sophie Scholl soll solch einen Mimeographen besessen haben.</p>

<p>Und was steht nun in dem Buch? Wie der Titel es bereits sagt, sind in dem Buch sämtliche Werke von Adelbert von Chamisso, Gedichte, Kurzgeschichten, Novellen, unter anderem auch "Peter Schlemihls wundersame Geschichte", in der ein Mann seinen Schatten dem Teufel verkauft und dafür allerhand Reichtum genießt. Daß der Mann keinen Schatten hat, fällt natürlich erst bei Sonnenschein auf, wo die Menschen sich dann vor ihm, ob des fehlenden Schattens, fürchten.<br>
Die Geschichte erinnert ein wenig an "Timm Thaler", wobei es eigentlich umgekehrt sein sollte, da James Krüss von Chamisso inspiriert war, "Timm Thaler" zu verfassen. Doch man liest nicht alle Geschichten in der Reihenfolge, in der sie erschienen sind, womit mich also "Peter Schlemihls wundersame Geschichte" an Timm Thaler erinnert hat.</p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/chamissos-werke-in-vier-banden/</link>
		<guid>https://www.uniadmin.de/blog/posts/chamissos-werke-in-vier-banden/</guid>
	</item>
	<item>
		<title>3 Zitate: Herbert Ziergiebel - Zeit der Sternschnuppen</title>
		<description><![CDATA[Leute, schaut in die Bücherbäume! Man kann wunderbare Perlen aus ihnen ziehen.
So fand ich im Bücherbaum bei mir um die Ecke neulich Herbert Ziergiebels Zeit der Sternschnuppen - ein modernes Märchen, eine utopische Erzählung, in der der Protagonist von Aliens aufgelesen zu einem Jupitermond fliegt und der schönen Aul begegnet, die bereits vor 2000 Jahren in Babylon von den ALiens aufgelesen wurde,]]></description>
		<pubDate>Sat, 02 May 2020 15:19:00 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Leute, schaut in die Bücherbäume! Man kann wunderbare Perlen aus ihnen ziehen.<br>
So fand ich im Bücherbaum bei mir um die Ecke neulich <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Ziergiebel">Herbert Ziergiebels</a> Zeit der Sternschnuppen - ein modernes Märchen, eine utopische Erzählung, in der der Protagonist von Aliens aufgelesen zu einem Jupitermond fliegt und der schönen Aul begegnet, die bereits vor 2000 Jahren in Babylon von den ALiens aufgelesen wurde, aber wegen der Zeitdilatation kaum gealtert ist.<br>
Ich möchte dieses Buch und später vielleicht weitere Bücher mit drei Zitaten vorstellen.</p>

<p>1. Nachdem Aul vom Protagonisten seine Armbanduhr geschenkt bekommen hat:</p>

<blockquote>
<p>Dann fragte sie mit umwerfender Naivität: "Sag, tragen alle Weiber auf der Erde solchen Schmuck?"<br>
"Fast alle, Aul. Aber sage bitte nicht immer Weiber. Dieser Ausdruck ist heute nicht mehr üblich; er klingt ordinär. Man sagt Damen oder Frauen oder auch Mädchen. Manchmal kann man auch Fräulein oder gnädige Frau sagen. Ein verliebter junger Mann darf sein Mädchen auch Liebling nennen, und wenn er sehr vertraut ist, sagt er einfach 'Süße' zu ihr oder 'Puppe' oder auch mein ,steiler Zahn' - du wirst das alles noch lernen."</p>
<cite>Ziergiebel - Zeit der Sternschnuppen, S. 102</cite></blockquote>

<p>2. Der Protagonist, der in der Deutschen Demokratischen Republik lebt und aus diesem Land von den Aliens mitgenommen wird, wird von Aul gefragt:</p>

<blockquote>
<p>"... Kennst du meine Heimat Babylon?"<br>
"Nein", sagte ich, "nur ein wenig aus der Literatur, aber eine Reise dorthin konnte ich mir nie leisten ..." Mir lag noch eine Bemerkung auf den Lippen, doch ein feines Summen brachte mich zum Schweigen.</p>
<cite>Ziergiebel - Zeit der Sternschnuppen, S. 91ff</cite></blockquote>

<p>Nachdem die Außerirdischen bei einer Inspektions des Körpers des Protagonisten Steine in dessen Galleblase entdeckt haben, sind sie sich nicht einig, welchen Zweck diese erfüllen sollen:</p>

<blockquote>
<p>Nun vertritt die Gruppe der Empiriker in den roten Trikots, daß sich diese Steine durch falsche Ernährung gebildet haben, folglich Fremdkörper darstellen, die entfernt werden müssen. Dagegen vertreten die Scholastiker in rosafarbenen Trikots die Ansicht, daß sich die Menschen solche Steine künstlich einsetzen, aus Eitelkeit, um den Körper auch von innen zu verschönern.</p>
</blockquote>

<p><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440023/zeit-der-sternschnuppen.476x0-is.jpg" width="476"></p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/buch-herbert-ziergiebel-zeit-der-sternschnuppen/</link>
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	</item>
	<item>
		<title>Karl-Heinz Tuschel - Die Insel der Roboter</title>
		<description><![CDATA[Das Buch ist 1973 in der DDR beim Militärverlag erschienen, ein Spionageroman, der im Jahre 1995 spielt, also in der Zukunft, die heute Vergangenheit ist. Für das Jahr 1995 wird unter anderem vorhergesagt, daß es die DDR noch gibt, die Autos Spurhalteassistenten haben und Fotos immer noch entwickelt werden müssen.
In einem Stollen in der Nähe von Dresden wird an Robotern geforscht, die, mit neuronalen Netzen gesteuert, die Produktivität der RGW-Staaten so stark erhöhen sollen,]]></description>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2020 21:31:00 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Buch ist 1973 in der DDR beim Militärverlag erschienen, ein Spionageroman, der im Jahre 1995 spielt, also in der Zukunft, die heute Vergangenheit ist. Für das Jahr 1995 wird unter anderem vorhergesagt, daß es die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Demokratische_Republik">DDR</a> noch gibt, die Autos Spurhalteassistenten haben und Fotos immer noch entwickelt werden müssen.<br>
In einem Stollen in der Nähe von Dresden wird an Robotern geforscht, die, mit neuronalen Netzen gesteuert, die Produktivität der RGW-Staaten so stark erhöhen sollen, daß sie die der westlichen Welt weit übertreffen würde. Agenten der westlichen Welt wollen die Entwicklung der Roboter sabotieren und am liebsten den Stollen in die Luft sprengen.</p>

<p>Ich möchte aus diesem spannenden Roman nun drei Passagen herausgreifen und hier vorstellen.<br>
In der ersten erklärt ein Professor, warum die Storos (Roboter) auf speziellen Gebieten genauso intelligent sein können wie Menschen, obgleich die Roboter 1000 mal weniger Speicherkapazität haben:</p>

<blockquote>
<p>Das menschliche Gehirn wird auf eine Kapazität von zwei Milliarden bit geschätzt, aber die sind längst noch nicht ausgelastet. Unsere Storos haben im Zentralrechner eine Kapazität von zwei Millionen bit, also ein Tausendstel Teil. Das reicht völlig. Stellen Sie sich mal vor, was der menschliche Ingenieur alles in seinem Gehirn aufbewahren muß: Kindheitserinnerungen, Philosophie, Schlagermelodien, Kochrezepte, die Taillenweite seiner Frau, Kunst, Mode, Fernsehfilme -- alles, was Sie wollen und was der Storo nicht braucht.</p>
<cite>Insel der Roboter - Seite 31</cite></blockquote>

<p>Es ist beachtlich, mit welch bescheidenem Maße der Autor hier rechnet und zu dem Schluß kommt, daß zwei Millionen Bit, also rund 308 Kilobyte, völlig reichen. Heute wissen wir es besser: 640 kB ought to be enough for anybody.<br>
Und hier noch etwas zur Taillenweite der Frau des Ingenieurs: Um die Taillenweite seiner Frau zu speichern, benötigt der Ingenieur, je nachdem wie seine Frau gebaut ist, im günstigen Fall 6 Bit und im eher ungünstigen Fall 7 Bit. Verglichen mit dem Speicher, den seine Kindheitserinnerungen belegen, ist das sicher vernachlässigbar.</p>

<p>An einer anderen Stelle in dem Buch soll eine Kollegin, die bei der Roboterforschung mitwirkt, wo man sich bei der Programmierung für die "selektive Methode" (Training neuronaler Netze) anstatt für die "serielle Methode" (klassische iterative Programmierung) entschieden hat, in einem Studentenclub dem Gegner falsche Hinweise über ihre Arbeiten geben. Als Gegner (westlicher Agent/Spion) wird einer ihrer vielen Verehrer, die sie in dem Studentenclub regelmäßig umgeben, vermutet, und Horst Heilig, der Kopf der Spionageabwehr, macht ihr Vorschläge, wie sie die Begriffe aus ihrer Arbeit einstreuen soll:</p>

<blockquote>
<p>Sie könnten doch zum Beispiel bei passender Gelegenheit sagen, daß Sie auch bei Männern die selektive Methode bevorzugen und nicht die serielle oder so etwas, das wird in diesem Kreise jeder verstehen und keiner für ungewöhnlich halten.</p>
<cite>Insel der Roboter - Seite 129</cite></blockquote>

<p>Da in dem Stollen bei Dresden hochintelligente Roboter programmiert werden, kommt selbstverständlich auch die Frage auf, ob diese nicht auch eine Gefahr für den Menschen sein könnten. Die Wissenschaftler diskutieren darüber, ob vielleicht eine Art Mensch-Erkennung implementiert werden sollte, die die Roboter sofort zum Stillstand bringt, wenn sich ein Mensch ihnen nur im Geringsten nähert. Doch dies wird verworfen, da der Protagonist sogleich eine Methode nennt, wie der Gegner die Arbeit der Roboter leicht sabotieren könnte:</p>

<blockquote>
<p>Ich mache Ihnen einen - zugegeben recht primitiven -Vorschlag, wie ich alle Storos, die das Mensch-Verbot intus haben, außer Betrieb setze. Mit einer einfachen Schaufensterpuppe, die ich zwischen den Storo und seinen Arbeitsplatz stelle.</p>
<cite>Insel der Roboter - Seite 144</cite></blockquote>

<p>Es sind eben wohl doch 640 Kilobyte notwendig, damit ein Roboter einen echten Menschen von einer Schaufensterpuppe unterscheiden kann.</p>

<p>Das Buch ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert, wenn man sich gedanklich in die 90er Jahre begeben will, wie man sie sich in den 70ern vorgestellt hat, und sich außerdem für Agenten, Methoden der Stasi und KI mit neuronalen Netzen interessiert.</p>

<p><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440039/tusche-insel-der-roboter.jpg" width="600"></p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/karl-heinz-tuschel-die-insel-der-roboter/</link>
		<guid>https://www.uniadmin.de/blog/posts/karl-heinz-tuschel-die-insel-der-roboter/</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Viktor Pekelis - Kleine Enzyklopädie der großen Kybernetik</title>
		<description><![CDATA[Wenn ich hier über Bücher berichte, dann sind es Bücher, die ich gut finde. Ein Buch, das mir nicht gefällt, würde ich sicherlich nicht erwähnen..

Bemerkenswert an der erstmals 1977 erschienenen Kleinen Enzyklopädie der großen Kybernetik finde ich vor allem die wundervollen, von Boris Belov gestalteten Grafiken. So finden wir darunter zum Beispiel die Abbildung eines БЭСМ-6 - ein Ziffernrechenautomat mit 48-Bit-Prozessor, der aus 60000 Transistoren und doppelt so viel Dioden aufgebaut ist,]]></description>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2020 22:32:00 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="" class="align_left" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440051/kleine-enzyklopaedie-der-grossen-kybernetik.669x0-is.jpg" width="286">Wenn ich hier über Bücher berichte, dann sind es Bücher, die ich gut finde. Ein Buch, das mir nicht gefällt, würde ich sicherlich nicht erwähnen..</p>

<p>Bemerkenswert an der erstmals 1977 erschienenen Kleinen Enzyklopädie der großen Kybernetik finde ich vor allem die wundervollen, von Boris Belov gestalteten Grafiken. So finden wir darunter zum Beispiel die Abbildung eines <a href="https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%91%D0%AD%D0%A1%D0%9C-6">БЭСМ-6</a> - ein Ziffernrechenautomat mit 48-Bit-Prozessor, der aus 60000 Transistoren und doppelt so viel Dioden aufgebaut ist, mit einer Taktfrequenz von 9 MHz arbeitet und 192K RAM hat.</p>

<p><img alt="" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440051/kybernetik-ziffernrechenautomat.jpg" width="1200"></p>

<p>Und im Abschnitt über Roboter finden wir eine anschauliche Grafik, die das Innenleben eines Roboters darstellt. Dazu wird noch gesagt:</p>

<blockquote>
<p>Heute braucht man wohl niemandem zu erklären, was ein Roboter ist. Wir haben uns schon an diese ungelenken, schwerfälligen metallischen Abbilder des Menschen gewöhnt, an ihre Röhrenaugen, Antennenohren und ihre monotone Stimme. Roboter setzen uns heute nicht mehr in Erstaunen, wir behandeln sie wie gute alte Bekannte.</p>
<cite>Kleine Enzyklopädie der großen Kybernetik - Seite 182</cite></blockquote>

<p><img alt="" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440051/kybernetik-roboter.jpg" width="1200"></p>

<p>Auch ein Abschnitt über die Spieltheorie ist in diesem Buch enthalten. Neben den Prinzipien, wie Strategiespiele mit der Minimax-Methode gewonnen werden können, wird auch erwähnt, daß es jungen Leuten einst in einem Casino in Monte Carlo gelungen sein soll, mittels der Kraft eines Rechenautomaten ein wahrscheinlich defektes Roulett-Rad zu identifizieren und damit hohe Gewinne zu erzielen. Es wird aber sogleich klargestellt:</p>

<blockquote>
<p>Natürlich ist die Spieltheorie nicht dafür geschaffen worden, um zu Gewinnen im Glücksspiel zu verhelfen. Bei dieser Gelegenheit sei auch noch darauf hingewiesen, daß es bei Spielen wie Roulett oder Lotto keine solche Handlungsanleitung gibt, die jederzeit eine streng festgelegte Gewinnstrategie abzuleiten erlaubt. Die gibt es auch nicht für die Erlangung des Hauptgewinns im Lotto. Um z.B. die 6 Gewinnziffern bei dem Spiel "6 aus 49" zu erfassen, ist es nötig, 13983816 Scheine mit verschiedenen Zahlen auszufüllen. Dann nur erhält der "Spieler" mit Sicherheit auf einen von diesen den Hauptpreis.</p>
<cite>Kleine Enzyklopädie der großen Kybernetik - Seite 233</cite></blockquote>

<p><img alt="" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440051/kybernetik-spieltheorie.jpg" width="1200"></p>

<p>Soweit es mir nicht entgangen ist, wird in diesem Buch nicht ein einziges Mal das Wort Computer verwendet. Es wird vom Ziffernrechenautomaten oder dem elektronischen Digitalrechner gesprochen. Auch ohne das Wort Computer werden Themen abgehandelt wie Automatisierung, Algorithmen und Programmierung, selbstanpassende Systeme, Semiotik, das Dualsystem, Kodegruppen und das Jacquard-Prinzip. Selbst der Bionik ist ein Abschnitt gewidmet.</p>

<p>Zum Abschluß möchte ich hier noch eine Grafik aus dem Buch vorstellen, die die SD-Karten der 70er Jahre zeigt.</p>

<p><img alt="" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440051/kybernetik-lochkarten.jpg" width="1200"></p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/viktor-pekelis-kleine-enzyklopaedie-der-grossen-kypernetik/</link>
		<guid>https://www.uniadmin.de/blog/posts/viktor-pekelis-kleine-enzyklopaedie-der-grossen-kypernetik/</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Robert Merle - Die geschützten Männer</title>
		<description><![CDATA[Anscheinend steckt jemand in den Bücherbaum in Pankow immer wieder Bücher hinein, die gerade in die jeweilige Zeit passen. So tauchen zu Weihnachten häufig Weihnachtsbücher auf, zu Ostern Bücher, die Ostern zum Thema haben, und kurz nach der Bundestagswahl 2021 konnte ich dem Bücherbaum den Roman Die geschützten Männer von Robert Merle entnehmen. Der Roman ist 1972 zum ersten Mal erschienen und beschreibt auf gewisse Weise die jetzige Zeit und die Zukunft.



Durch ein neuartiges Virus kommt es zu]]></description>
		<pubDate>Mon, 13 Dec 2021 00:22:00 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Anscheinend steckt jemand in den Bücherbaum in Pankow immer wieder Bücher hinein, die gerade in die jeweilige Zeit passen. So tauchen zu Weihnachten häufig Weihnachtsbücher auf, zu Ostern Bücher, die Ostern zum Thema haben, und kurz nach der Bundestagswahl 2021 konnte ich dem Bücherbaum den Roman <em>Die geschützten Männer</em> von Robert Merle entnehmen. Der Roman ist 1972 zum ersten Mal erschienen und beschreibt auf gewisse Weise die jetzige Zeit und die Zukunft.</p>

<p><img alt="" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440068/die-geschuetzten-maenner-scaled.jpg" width="1200"></p>

<p>Durch ein neuartiges Virus kommt es zu einer Epidemie, die sich, trotz Grenzschließungen und unpopulärer Maßnahmen, über den gesamten Erdball verbreitet. Betroffen von der tödlichen Krankheit sind allein zeugungsfähige Männer, die sich nur immunisieren können, indem sie ihre Spermatogenese durch Kastration unterbinden.</p>

<p>Frauen übernehmen nach und nach Regierungspositionen, wobei sich radikale Lesben durchsetzen. Die Presse wird zensiert, es entsteht eine Hierarchie, in der Frauen an der Spitze stehen, eine Stufe darunter Männer, die sich durch Kastration gerettet haben, und ganz unten die <em>geschützten Männer</em>, jene die noch zeugungsfähig sind und sich durch Isolation wie zum Beispiel Flucht aufs Land vor einer Ansteckung bewahren konnten.</p>

<p>Der Protagonist des Romans ist Mitglied einer Gruppe <em>geschützter Männer</em>, die in einem streng abgeriegelten Gelände ein Serum gegen die <em>Enzephalitis 16</em> genannte Krankheit entwickeln soll. Das Leben auf dem Gelände wird mit dem in einem "Konzentrationslager in Luxusausgabe" verglichen:</p>

<blockquote>
<p>... gutes Essen, geheizter Swimmingpool, Salons, Ausflüge zu Pferde. Aber auch Stacheldrahtzäune, Maschinengewehre auf Wachtürmen, Ausgangssperre, überall Abhörgeräte, Telefonüberwachung, Briefkontrolle. Nicht zu vergessen: kein Radio, kein Fernsehen. Hin und wieder ein paar unvollständige Zeitungen.</p>
<cite>Die geschützten Männer S. 114</cite></blockquote>

<p>Obwohl die meiste Handlung in dem Luxuskonzentrationslager spielt, werden auch die Veränderungen in der Welt gezeigt. Die Amerikaner müssen ihre Truppen aus dem besetzten Deutschland abziehen, womit die UdSSR leicht in Europa hätte einmarschieren können, was jedoch nicht geschieht. China nutzt das allgemeine Chaos und überfällt Taiwan. Fidel Castro erobert Guantánamo zurück, nachdem auch dort die Amerikaner mit ihren Truppen keine gewichtige Präsenz mehr zeigen konnten. Im Gegenzug bombardieren die USA Kuba, vor allem auch deshalb, da sich Kuba als Insel besser vor dem Virus schützen und dadurch einen größeren Teil seiner männlichen Bevölkerung erhalten konnte, was die Präsidentin der USA, nachdem sie eine Siegesrede Castros gehört hatte, in antimännliche Hysterie versetzte und den Befehl zur Bombardierung geben ließ. Das löste weltweite Proteste aus, nur England hielt sich zurück, wo man befürchtete, der Präzedenzfall Guantánamo könnte Spanien ermutigen, sich Gibraltar zurückzuholen, was dann tatsächlich auch geschah, allerdings, ohne daß ein Schuß fiel.<br>
Der energischste Protest gegen die Bombardierung Kubas kam aus Frankreich, woraufhin ein General im Pentagon eigenmächtig, ohne die Genehmigung der Präsidentin, einen weiteren Angriff auf Havanna mit drei Flugzeugen startete, bei dem eine Laserbombe die französische Botschaft zerstörte und den Botschafter tötete.</p>

<p>Das Leben der <em>geschützten Männer</em> ist gefährlich, denn es passiert sehr häufig, daß sie entführt und vergewaltigt werden. So wird ein Gerichtsprozeß beschrieben, bei dem es um einen über Siebzigjährigen geht, der von zwei Teenager-Mädchen über Tage entführt und mehrfach zum Geschlechtsverkehr gezwungen wurde. Der Mann wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt und die Mädchen zu einem Jahr auf Bewährung.<br>
Aber auch auf der Straße werden Männer oft belästigt: Bauarbeiterinnen pfeifen ihnen hinterher und machen herablassende Bemerkungen.</p>

<p>Zum Ende gelingt es, die radikalen Lesben zu stürzen, und mehr gemäßigte Feministinnen übernehmen die Macht, die aber dennoch eine stark gynaikokratisch geprägte Ordnung beibehalten.<br>
Der Protagonist gibt sich der nun gesellschaftlich anerkannten Vielweiberei hin, die allein schon aus patriotischer Sicht dem Zwecke des "Wiederaufbaus" dienlich ist, und äußert folgende metaphorisch anmutende Frage:</p>

<blockquote>
<p>In der harten Sprache der Tatsachen heißt es, daß der Mann in die Frau eindringt. Aber könnte man nicht auch sagen, daß die Frau den Mann "umgibt"?</p>
<cite>Die geschützten Männer S. 353</cite></blockquote>

<p>Abgesehen von der verrückten Handlung, finde ich bemerkenswert, daß das Wort Votze in dem Buch mit V geschrieben wird - also, meinem Verständnis nach, korrekt. Dies mag vielleicht auch nur in der mir vorliegenden Ausgabe, die 1984 im Aufbau-Verlag erscheinen ist, so sein. Andere Übersetzungen schreiben das Wort möglicherweise mit F oder ersetzen es gar nur durch "F-Wort", um empfindliche Leser nicht zu verschrecken.</p>

<blockquote>
<p>"Ich bin sehr betroffen, daß ausgerechnet eine Christin den Haß zwischen den Geschlechtern schürt. Vielleicht bin ich etwas altmodisch, doch ich muß gestehen, daß es mich auch schockiert, von einer Geistlichen in ihrer Predigt einen Ausdruck wie 'Votze' zu hören. (Mutsch sprach das Wort mit echt germanischer Betonung aus.) ..."</p>
<cite>Die geschützten Männer S. 61</cite></blockquote>

<p>In einer Gesellschaft, die ist, wie sie dieses Buch beschreibt, wäre dieses Buch sicherlich verboten.</p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/robert-merle-die-geschuetzten-maenner/</link>
		<guid>https://www.uniadmin.de/blog/posts/robert-merle-die-geschuetzten-maenner/</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Das Feuertier</title>
		<description><![CDATA[Mit dem &#x00022;Feuertier&#x00022; ist in diesem Buch das Feuer an sich gemeint - ein Wesen, das loht und lebt und ständig mit Ästen von trockenem Holz gefüttert werden muß, damit es nicht stirbt.
Eine Horde Urmenschen, deren Geschichte vor 400000 Jahren spielt, hat das Feuertier gefangen und pflegt es seit mehreren Generation, bewacht und füttert es zu jeder Zeit. Das Feuertier schenkt ihnen Licht und Wärme in der Nacht, und mit Stöckern, deren Enden sie in Flammen setzen,]]></description>
		<pubDate>Sun, 20 Nov 2022 13:34:00 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="" class="align_right" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440076/feuertier.471x0-is.jpg" width="288">Mit dem "Feuertier" ist in diesem Buch das Feuer an sich gemeint - ein Wesen, das loht und lebt und ständig mit Ästen von trockenem Holz gefüttert werden muß, damit es nicht stirbt.<br>
Eine Horde Urmenschen, deren Geschichte vor 400000 Jahren spielt, hat das Feuertier gefangen und pflegt es seit mehreren Generation, bewacht und füttert es zu jeder Zeit. Das Feuertier schenkt ihnen Licht und Wärme in der Nacht, und mit Stöckern, deren Enden sie in Flammen setzen, verteidigen sie sich gegen wilde Tiere.<br>
Doch dann kommt ein Erdbeben, und das Feuertier wird von Geröll erschlagen. Die Nächte sind wieder kalt und dunkel, die wilden Tiere gefährlich.<br>
Die Horde bricht auf, um neuen Lebensraum zu finden, denn auch die Höhle, die die Urmenschen bewohnt haben, ist vom Erdbeben verschüttet worden. Sie dringen in neue Gebiete vor, wo sie auf eine andere Urmenschenhorde treffen, die ihnen jedoch nicht freundlich gesonnen ist, die jeden Eindringling sofort von ihrem Gebiet verjagt. Doch diese andere Urmenschenhorde ist im Besitz des Feuertiers, weshalb zwei Mutige aus der verschlagenen Urmenschenhorde sich in einer Nacht an das Lager der anderen Urmenschenhorde heranschleichen, wo es ihnen gelingt, im Augenblick einer Unachtsamkeit der Wache, einen Ast am Lagerfeuer der anderen Horde zu entzünden und damit davon zu laufen.<br>
Unsere Horde besitzt wieder das Feuertier, findet eine neue Höhle in einem neuem Gebiet, hat warme und helle Nächte und muß sich nicht mehr vor wilden Raubtieren fürchten. Und wenn sie nicht gestorben wären, dann ...<br>
Nein! Sie leben heute noch, ihre Nachfahren leben. Die Menschen von heute. Und was uns dieses Buch zeigt, ist eine sehr frühe Form der Raubkopie. Sei es Software, eine DVD oder eine MP3-Datei. Wer solche Dinge ohne das Einverständnis der Eigentümer kopiert, erstellt eine Raubkopie, begeht Diebstahl, obgleich durch den Diebstahl niemandem tatsächlich etwas genommen wird und niemandem etwas fehlt.<br>
Und so taten es auch die Urmenschen. Sie stahlen das Feuer von den anderen. Doch den Bestohlenen fehlte nichts. Sie hatten das Feuer immer noch, so wie die Diebe das Feuer hatten.</p>

<p>Das Feuertier von Gerda Rottschalk ist 1970 im Kinderbuchverlag Berlin erschienen und laut Angabe des Verlages für Kinder ab 9 Jahren geeignet.</p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/das-feuertier/</link>
		<guid>https://www.uniadmin.de/blog/posts/das-feuertier/</guid>
	</item>
	<item>
		<title>ABC ABC Arche Noah sticht in See</title>
		<description><![CDATA[Das Buch, ein Kinderbuch, erschienen 1975 beim Thienemanns Verlag, Stuttgart, getextet von James Krüss, der auch Timm Thaler verfaßt hat, und mit Illustrationen von Ádám Würtz versehen, soll Kindern das Alphabet anhand der Geschichte von Noah und seiner Arche nahe bringen.
So gibt es zu jedem Buchstaben ein kleines Gedicht, hier das Gedicht zum Buchstaben A:


Als einst Noah mit den Söhnen -
Also Japhet, Sem und Ham -
Anfing, in Arabiens Auen
An der Arche fest zu bauen,
Ahnt ihr,]]></description>
		<pubDate>Mon, 26 Aug 2024 20:35:03 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440701/abc-abc-noah-front.jpg"><img alt="" class="align_right" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440701/abc-abc-noah-front.260x0-is.jpg" width="260"></a>Das Buch, ein Kinderbuch, erschienen 1975 beim Thienemanns Verlag, Stuttgart, getextet von James Krüss, der auch<a href="https://www.uniadmin.de/blog/posts/chamissos-werke-in-vier-banden/"> Timm Thaler</a> verfaßt hat, und mit Illustrationen von Ádám Würtz versehen, soll Kindern das Alphabet anhand der Geschichte von Noah und seiner Arche nahe bringen.<br>
So gibt es zu jedem Buchstaben ein kleines Gedicht, hier das Gedicht zum Buchstaben A:</p>

<blockquote>
<p>Als einst Noah mit den Söhnen -<br>
Also Japhet, Sem und Ham -<br>
Anfing, in Arabiens Auen<br>
An der Arche fest zu bauen,<br>
Ahnt ihr, wer da helfen kam?<br>
Adler, Alke, Albatrosse,<br>
Alligator, Affe und<br>
Aus Arabien edle Rosse,<br>
Auch ein armer alter Hund<br>
Alle Tier aus dem alten<br>
Asien und Afrika,<br>
Alle Arten und Gestalten,<br>
Alle, alle waren da.</p>
</blockquote>

<p>Und die Illustrationen dazu:</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440701/abc-abc-noah-a.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440701/abc-abc-noah-a.800x0-is.jpg" width="800"></a></p>

<p>Bei den Buchstaben B und C ist noch alles in Ordnung:</p>

<blockquote>Barsch befahl der Bauherr Noah:<br>
Bringt mir (weil ich es vergaß),<br>
Bitte, eine lange Boa!<br>
Brauche sie als Metermaß.<br>
Blitzeschnelle brachte man<br>
Brav die Boaschlange an,<br>
Bald darauf begann der Bau<br>
Bei dem ersten Morgentau:<br>
Bären halfen Bäume fällen,<br>
Biber bissen Bretter aus,<br>
Bussard brachte auf den schnellen<br>
Beiden Flügeln Botschaft aus.<br>
<br>
Cobraschlangen, die Christine,<br>
Clara und Cäcilia,<br>
Cilly, Carla und Alwine,<br>
Creszenz und Cornelia,<br>
Cora und Charlotte hießen,<br>
Cobraschlangen holten Harz,<br>
Chromgelb-goldnes Harz, von Riesen-<br>
Cedern-Bäumen braun und schwarz.<br>
Cindy, das Chinchillamäuschen,<br>
Cindy, sonst so keck und frech,<br>
Cindy machte mit dem Schnäuzchen<br>
Cedernharz zu Cedernpech.</blockquote>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440701/abc-abc-noah-b-c.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440701/abc-abc-noah-b-c.800x0-is.jpg" width="800"></a></p>

<p><br>
Doch beim D gibt es ein Problem:</p>

<blockquote>Drossel, Distelfink und Dohlen<br>
Durften Distel, Dorn und Blatt<br>
Dreist fürs dralle Dächslein holen,<br>
Das damit geschmirgelt hat.<br>
Denn das Schmirgeln, das verstehen<br>
Dachse wirklich wunderbar!<br>
Doch an einer Drehbank stehen<br>
Durfte nur das Dromedar.<br>
Dideldum! rief Noah froh.<br>
Diese Arche ist oho!</blockquote>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440701/abc-abc-noah-d.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440701/abc-abc-noah-d.501x0-is.jpg" width="501"></a></p>

<p>Auf dem Bild ist kein Dromedar, auf dem Bild ist ein Kamel. Jedes Kind weiß das, jedes Kind lernt das, noch bevor es zur Schule kommt, bevor es überhaupt lesen kann. Dromedare haben einen Höcker, Kamele haben zwei Höcker.</p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/abc-abc-arche-noah-sticht-in-see/</link>
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	</item>
	<item>
		<title>Die Welt von 1933 im Hansa-Weltatlas von 1933</title>
		<description><![CDATA[Kürzlich ist mir ein Atlas aus dem Jahre 1933 in die Hände gefallen, ein A5-großes Büchlein, das nun schon 92 Jahre alt ist, mit dem ich eine kleine Zeitreise erleben konnte, an der ich dich gerne teilhaben lassen will.

Gleich in der Einleitung bzw. im Vorwort heißt es, daß der Atlas &#x00022;aller Ungunst der Zeit zum Trotz&#x00022; entstanden und es Ziel gewesen sei, einen erschwinglichen Atlas für jedermann zu schaffen.
Das Kartenmaterial sei unter Leitung eines Spezialisten vom Reichsamt für Landesaufnahme]]></description>
		<pubDate>Fri, 27 Jun 2025 02:16:00 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/atlas-1933.jpg"><img alt="" class="align_right" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/atlas-1933.200x0-is.jpg" width="200"></a><em>Kürzlich ist mir ein Atlas aus dem Jahre 1933 in die Hände gefallen, ein A5-großes Büchlein, das nun schon 92 Jahre alt ist, mit dem ich eine kleine Zeitreise erleben konnte, an der ich dich gerne teilhaben lassen will.</em></p>

<p>Gleich in der Einleitung bzw. im Vorwort heißt es, daß der Atlas "aller Ungunst der Zeit zum Trotz" entstanden und es Ziel gewesen sei, einen erschwinglichen Atlas für jedermann zu schaffen.<br>
Das Kartenmaterial sei unter Leitung eines Spezialisten vom Reichsamt für Landesaufnahme in Berlin von einem Stabe von Mitarbeitern gänzlich neu gezeichnet und hergestellt, wodurch eine technisch einwandfreie, klare Wiedergabe der Kartenbilder sowie plastische Maßstäbe erzielt wurden und alle Veränderungen der jüngsten Zeit berücksichtigt werden konnten.</p>

<h2>Die Erde im Weltall</h2>

<p>Es beginnt mit einem Blick auf die Erde im Weltall und einem Größenvergleich mit den anderen Planeten und der Sonne.<br>
<br>
<a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/verhaltnis-sonne-und-planeten.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/verhaltnis-sonne-und-planeten.1600x0-is.jpg" width="1600"></a><br>
Wer nachzählt, kommt auf nur acht Planeten, es fehlt Pluto, wie noch einmal in der Tabelle der Planeten klar erkennbar ist.<br>
<br>
<a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/planeten-tabelle.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/planeten-tabelle.1400x0-is.jpg" width="1400"></a><br>
Pluto wurde 1930 vom amerikanischen Astronomen Clyde Tombaugh entdeckt und war ab Mitte 1930 in der Fachliteratur und Lehrbüchern vertreten, hätte demnach schon in diesen Atlas aufgenommen werden können. Es sind also nicht alle Veränderungen der jüngsten Zeit, wie in der Einleitung behauptet, berücksichtigt worden.<br>
Da Pluto jedoch im Jahre 2006 der Planetenstatus aberkannt wurde, ist der Hansa-Weltatlas in diesem Punkt mittlerweile wieder aktuell.</p>

<h2>Weltkarte</h2>

<p>Die Weltkarte zeigt die Welt von 1933 im Überblick und dazu Detailkarten der Arktis und der Antarktis. Die Annahme, die Antarktis sei ein eigenständiger Kontinent, den man theoretisch zu Fuß überqueren kann, galt erst mit der Expedition Amundsens im Jahre 1911 als bestätigt. Noch im Jahre 1897 beschrieb Jules Verne in seinem Roman <em>Die Eissphinx</em> den Südpol als ein Meer, das von einem Ring aus Packeis umgeben ist.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/weltkarte.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/weltkarte.1400x0-is.jpg" width="1400"></a></p>

<h2>Europa</h2>

<p>Zu Europa liest man im Atlas, Europa sei Halbinselland des eurasischen Kontinents und morphologisch demnach Teil Asiens. Europa sei vor allem ein kulturgeographischer Begriff und deshalb als selbständiger Erdteil anzuerkennen. Der Name komme vom assyrischen ereb = dunkel = Abend. Im Jahre 1931 habe Europa 500 Millionen Einwohner gehabt, was 25% der "gesamten Menschheit" sei.<br>
Somit lebten 1931 wohl rund 2 Milliarden Menschen auf der Erde.</p>

<h2><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/europa.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/europa.1400x0-is.jpg" width="1400"></a></h2>

<h2>Deutschland</h2>

<p>Erwartungsgemäß reicht Deutschland im Jahre 1933 noch bis an die Memel und endet nicht an der Oder-Neiße-Friedensgrenze.<br>
Auf die Deutschlandkarte hat in dieses Exemplar jemand oben mit Bleistift "Norden" geschrieben und unten etwas, das kaum zu entziffern ist, aber der Logik nach "Süden" heißen müßte.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/deutschland.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/deutschland.1400x0-is.jpg" width="1400"></a><br>
Wenn wir heute von "nach dem Krieg" sprechen, meinen wir mit dem Krieg in der Regel den 2. Weltkrieg. 1933 meinte man damit den 1. Weltkrieg. 1933 waren die Weltkriege noch nicht durchnummeriert.</p>

<h2><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/deutschland-gebietstabellen-nach-wk1-v1.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/deutschland-gebietstabellen-nach-wk1-v1.1200x0-is.jpg" width="1200"></a></h2>

<p>Bereits nach dem 1. Weltkrieg mußte Deutschland Gebiete abtreten, die in dem Atlas detailiert aufgeschlüsselt sind. Die Verluste werden dem "Diktat von Versailles" zugeschrieben.</p>

<h2><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/deutschland-gebietstabellen-nach-wk1-v2.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/deutschland-gebietstabellen-nach-wk1-v2.1200x0-is.jpg" width="1200"></a></h2>

<h2>Niederlande und Belgien, Ostpreußen und Memelgebiet</h2>

<p>Die Karte zeigt links den westlichen Rand von Mitteleuropa mit den Niederlanden und Belgien, rechts den östlichen Rand Mitteleuropas mit Ostpreußen und dem Memelgebiet.<br>
Ist es statthaft, sich die rechte Seite im Detail anzuschauen und die Ortsnamen zu studieren? Königsberg ist dort eine Deutsche Stadt und heißt Königsberg. Gleichsam verhält es sich mit der Stadt Tilsit. Würde man die neuen Namen der Städte konsequent verwenden, äßen wir heutzutage Kaliningrader Klopse und Sovetsker Käse.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/niederlande-und-berlgien-ostpreussen-und-memelgebiet.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/niederlande-und-berlgien-ostpreussen-und-memelgebiet.1400x0-is.jpg" width="1400"></a><br>
Im Hansa-Weltatlas von 1933 finden wir auch einen Abschnitt über die Stadt Danzig und dazu eine Karte, auf der die Druckrichtungen fremder Staaten eingezeichnet sind. Den Autoren ist klar anzumerken, daß sie mit der aktuellen Situation unzufrieden sind.</p>

<p><a id="Danzig" name="Danzig"></a><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/deutschland-druckrichtung-fremder-staaten.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/deutschland-druckrichtung-fremder-staaten.537x0-is.jpg" width="537"></a></p>

<h2>Nordwest- und Mitteldeutschland</h2>

<p>Dieser Teil Deutschlands ist heute eigentlich immer noch wie 1933.<br>
Nur die Stadt des KdF-Wagens fehlt. Die Stadt des KdF-Wagens wurde erst 1938 gegründet und 1945 in Wolfsburg umbenannt.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/nordwest-und-mitteldeutschland.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/nordwest-und-mitteldeutschland.1400x0-is.jpg" width="1400"></a></p>

<h2>Mittel- und Nordostdeutschland</h2>

<p>Mit Schlesien war Deutschland 1933 so groß, daß zur Darstellung Oberschlesiens weit über den Rand der Karte hinaus gezeichnet werden mußte.<br>
Am Rande von Oberschlesien finden wir die Stadt Gleiwitz, in der sechs Jahre nach Erscheinen dieses Büchleins "zurück geschossen" werden wird. Gerade einmal 10 Kilometer von Gleiwitz entfernt befindet sich Hindenburg. Die Stadt heißt heute <span class="mw-page-title-main">Zabrze</span> und hieß auch früher <span class="mw-page-title-main">Zabrze</span>, nur von 1915 bis 1945 hieß die Stadt Hindenburg, also auch in dem Jahr, als der Atlas gedruckt wurde.<br>
Görlitz ist 1933 noch keine geteilte Stadt.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/mittel-und-nordostdeutschland.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/mittel-und-nordostdeutschland.1400x0-is.jpg" width="1400"></a></p>

<h2>Süddeutschland, Schweiz und Tirol</h2>

<p>Wenn sich etwas überhaupt nicht verändert, dann ist es eine Karte mit der Schweiz. Die Schweiz ist perfekt - seit 1848.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/sueddeutschland-schweiz-tirol.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/sueddeutschland-schweiz-tirol.1400x0-is.jpg" width="1400"></a></p>

<h2>Österreich, Ungarn, Tschechoslowakei</h2>

<p>1933 war das Jahr der Parteiverbote. In Deutschland wurden die KPD und die SPD verboten und in Österreich die KPÖ und die NSDAP - alles mittels Notverordnungen. Die Grenzen Österreichs sind heute etwa noch die selben wie 1933, die von Ungarn ebenfalls, und die Tschechoslowakei ist 1991 zu Tschechien und der Slowakei geworden.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/oesterreich-ungarn-tschechoslowakei.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/oesterreich-ungarn-tschechoslowakei.1400x0-is.jpg" width="1400"></a></p>

<h2>Großbritannien und Irland</h2>

<p>Großbritannien, das Vereinigte Königreich, hatte 1933 die selben Grenzen wie heute. Weil Großbritannien eine Insel ist, gab es auch keine Druckrichtungen fremder Staaten.<br>
Irland war bereits geteilt in den Irischen Freistaat und Nordirland. Der Irische Freistaat heißt heute Republik Irland und ist europäischer Sitz vieler Tech-Konzerne wie Google, Facebook und anderen.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/grossbritanien.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/grossbritanien.1400x0-is.jpg" width="1400"></a></p>

<h2>Frankreich</h2>

<p>In einem Weltatlas darf eine Karte von Frankreich natürlich nicht fehlen. 1933 gehörten zu Frankreich noch viele Kolonien, die hier nicht abgebildet sind.</p>

<h2><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/frankreich.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/frankreich.1400x0-is.jpg" width="1400"></a></h2>

<h2>Spanien und Portugal</h2>

<p>Ebenso wie Frankreich muß ein Weltatlas auch eine Karte von Spanien und Portugal enthalten. Verglichen mit der heutigen Zeit haben sich die Grenzen von 1933 nicht verändert, wenn man von den Kolonien in Afrika absieht.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/spanien-und-portugal.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/spanien-und-portugal.1200x0-is.jpg" width="1200"></a></p>

<h2>Italien</h2>

<p>Zum letzten, aber auch nicht allerletzten der Europäischen Weltstaaten im Jahre 1933 gibt es im Hansa-Weltatlas auch eine Karte von Mussolinis Stiefel.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/italien.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/italien.1400x0-is.jpg" width="1400"></a></p>

<h2>Karpaten- und Balkanländer</h2>

<p>Bei den Karpaten- und Balkanländern, fällt besonders Rumänien auf. 1933 war Rumänien auf dem Höhepunkt seiner territorialen Ausdehnung. Moldawien (Republik Moldau) und Transnistrien sucht man vergebens, denn beide sind erst Anfang der 1990er Jahre entstanden.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/karpaten-un-balkan.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/karpaten-un-balkan.1400x0-is.jpg" width="1400"></a></p>

<h2>Polen, Baltenländer und westliches Rußland</h2>

<p>Im Jahre 1933, in dem Moment, da der Atlas gedruckt wurde, gehörte Lwów (Lemberg), wie auf der Karte erkennbar, zu Polen.<br>
Lwow entstand ab 1256 im Rus-Fürstentum Galizien. Nach Verwüstungen durch die Mongolen, fiel Lwow 1340 an das Großfürstentum Litauen und 1349 an Polen. 1387 war Lwow kurzzeitig unter ungarischer Herrschaft, dann wieder unter polnischer, bis es 1772 an die Habsburger Monarchie fiel und ab 1867 unter Österreich-Ungarn geführt wurde.<br>
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde in Lwow 1918 die westukrainische Republik gegründet, wonach Polen im polnisch-ukrainischen Krieg (eine Spezialoperation?) nach heftigen Kämpfen Lwow wieder unter eigene Kontrolle bringen konnte, was bis zum Erscheinen dieses Atlases so blieb.<br>
1939 wurde Lwow im Zuge der Aufteilung Polens gemäß Hitler-Stalin-Pakt von der UdSSR einverleibt, und 1991 mit der Ukraine als deren Bestandteil von der UdSSR wieder ausgespuckt.<br>
Wer bekommt Lwów als nächstes?</p>

<h2><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/polen-baltenlaender-und-westliches-russland.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/polen-baltenlaender-und-westliches-russland.1400x0-is.jpg" width="1400"></a><br>
Schweden, Norwegen, Finnland</h2>

<p>Mit etwas Phantasie erkennt man in Finnland des Jahres 1933 einen Schneemann, der zwei Arme abstreckt, so als wollte er "Hurra!" rufen. Diese Form hat Finnland heute nicht mehr. Der östliche Arm fehlt. Finnland hat ihn im Russisch-Finnischen Krieg, dem Winterkrieg, im Jahre 1939 verloren.</p>

<h2><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/schweden-norwegen-finland.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/schweden-norwegen-finland.1400x0-is.jpg" width="1400"></a></h2>

<h2>Rußland</h2>

<p>Die Karte zeigt nicht das gesamte Rußland. Hier ist Rußland nur bis zum Ural hin abgebildet. Es fehlt zum Beispiel Nowosibirsk. Außerdem hieß Rußland 1933 nicht mehr Rußland, sondern Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken. Die Ostukraine, die seit etwa 1770 Teil des russischen Zarenreichs war, war 1933 Teil der UdSSR und hieß, obwohl nur mit Ukraine beschriftet, offiziell Ukrainische SSR. Den hier nicht abgebildeten Teil der westlichen Ukraine, zu dem auch Lwow (Lemberg) gehört, gab es 1933 noch nicht. Dieses Gebiet war 1933 Polen.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/russland.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/russland.1400x0-is.jpg" width="1400"></a></p>

<h2>Asien</h2>

<p>Im Jahre 1933 gibt es auf der Karte von Asien Israel noch nicht, den Gazastreifen gibt es auch nicht, und der Iran heißt noch Persien. Erst ab 1935 hieß der Iran offiziell Iran.<br>
Das Gebiet der UdSSR ist auch hier noch mit "Russisches Reich" beschriftet, allerdings ist darunter in Klammern geschrieben: "Union der Sozialistischen Sowjet Republiken". Dies ist die einzige Karte, auf der Nowosibirsk ist.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/asien.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/asien.1400x0-is.jpg" width="1400"></a></p>

<h2>Indien und China</h2>

<p>1933 war Indien ein Britische Kolonie, Korea nicht in Nord- und Südkorea geteilt, stattdessen eine Japanische Kolonie und Formosa (Taiwan) war ebenfalls eine Japanische Kolonie.<br>
Heute spricht man kaum noch von Vorder- und Hinterinden, so wie hier auf die Karte gedruckt. Hinterindien kennen wir nur noch von Pippi Langstrumpf, die erzählt, daß die Menschen in Hinterindien auf ihren Händen laufen.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/indien-und-china.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/indien-und-china.1400x0-is.jpg" width="1400"></a></p>

<h2>Afrika</h2>

<p>Afrika war 1933 fast ausschließlich unter den europäischen Kolonialmächten Frankreich, Großbritannien, Belgien, Portugal, Italien und Spanien aufgeteilt. Deutsche Kolonien wie Deutsch-Ostafrika und Deutsch-Südwestafrika werden auf der Karte zwar noch so bezeichnet, jedoch wurden sie mit dem Vertrag von Versailles als Mandat des Völkerbundes Mächten wie Frankreich, Großbritannien und anderen übergeben.<br>
Viele Grenzen in Afrika wurden am Reißbrett mit dem Lineal gezogen.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/afrika.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/afrika.1400x0-is.jpg" width="1400"></a><br>
Bemerkenswert ist die Übersicht der einheimischen Transportmittel in Afrika. Ob Maultier, Ochs, Kamel oder Träger, wer 1933 eine Reise nach Afrika antrat, war mit dem Hansa-Weltatals gut vorbereitet.</p>

<h2><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/afrika-transportmittel.400x0-is.jpg" width="400"></h2>

<h2>Australien, Ozeanien</h2>

<p>Auf der Karte von Australien und Ozeanien ist sehr viel Wasser eingezeichnet. Canberra war 1933 bereits Hauptstadt von Australien.<br>
Das Gebiet der Deutschen Südseeinseln, die deutsche Kolonie in der Südsee, die Deutschland mit dem Vertrag von Versailles verloren hat, ist noch eingezeichnet.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/australien-und-ozeanien.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/australien-und-ozeanien.1400x0-is.jpg" width="1400"></a></p>

<h2>Kanada, Alaska, Mittelamerika</h2>

<p>Um die Städtenamen richtig herum lesen zu können, ist die Karte von Kanada, Alaska und Mittelamerika im Hochformat zu betrachten. Allerdings sind die Überschriften "55 Kanada, Alaska" und "56 Mittelamerika" so aufgedruckt, als wäre die Karte im Querformat zu verwenden. Bei allen anderen Karten in diesem Atlas sind die Überschriften entsprechend Querformat oder Hochformat angepaßt aufgedruckt.<br>
Wahrscheinlich ist den Autoren hier ein Fehler unterlaufen.<br>
Wäre dies der einzige Fehler, der 1933 von Menschen gemacht wurde, dann wären viele Karten heute vielleicht noch aktuell.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/kanada-alaska-mittelamerika.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/kanada-alaska-mittelamerika.1400x0-is.jpg" width="1400"></a><br>
Besonders anschaulich wird die Bedeutung des Panamakanals erklärt.</p>

<h2><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/panamakanal.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/panamakanal.267x0-is.jpg" width="267"></a></h2>

<h2>Vereinigte Staaten von Nordamerika</h2>

<p>Auf der Karte der Vereinigten Staaten von Nordamerika aus dem Jahre 1933 fällt als erstes ins Auge, daß der Golf von Mexiko, der im Moment Golf von Amerika heißt, 1933 schon Golf von Mexiko hieß.<br>
Die Route 66 und den 101 gab es 1933 auch schon, beide sind eingezeichnet, aber nicht als solche beschriftet.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/vereinigtes-staten-von-nordamerika.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/vereinigtes-staten-von-nordamerika.1400x0-is.jpg" width="1400"></a></p>

<p>Zu den USA ist im Atlas noch eine Karte, auf der die Landwirtschaftsgebiete eingezeichnet sind.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/landwirtschaftsgebiete-der-usn.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/landwirtschaftsgebiete-der-usn.500x0-is.jpg" width="500"></a><br>
<a id="ZeitFuerFleisch" name="ZeitFuerFleisch"></a>Die Karte erinnert an das in vielen Varianten anzutreffende Bild einer Kuh mit ihren Fleischteilen, so wie es auch auf dem Cover des Kochbuches <em>Zeit für Fleisch</em> abgebildet ist.</p>

<figure class="align_center"><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/zeit-fuer-fleisch-kuh.jpg"><img alt="" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/zeit-fuer-fleisch-kuh.500x0-is.jpg" width="500"></a>

<figcaption>Quelle: Zeit für Fleisch, Löwenzahn-Verlag, 2018</figcaption>
</figure>

<h2>Südamerika</h2>

<p>Abschließend blicken wir noch auf die Karte von Südamerika, wo sich seit 1933 die Grenzverläufe nicht sonderlich stark verändert haben.<br>
1933 kämpften Bolivien und Paraguay im Chacokrieg um das Chacogebiet, das genau auf dem Knick in der Mitte der Karte liegt. Im Ergebnis konnte Paraguay Land hinzugewinnen und sich etwas über die Knick hinaus arbeiten.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/suedamerika.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/suedamerika.1400x0-is.jpg" width="1400"></a></p>

<p><em>Nun, das war es, das war der Blick auf die Welt im Jahre 1933, den die Menschen im Jahre 1933 hatten, wenn sie den Hansa-Weltatlas aufschlugen.</em></p>

<p><em>Falls du dich für die im Abschnitt zu <a href="https://www.uniadmin.de/blog/posts/2025-06-die-welt-von-1933-im-hansa-welt-atlas-von-1933/#Danzig"><em>Danzig</em></a> erwähnte Währung interessierst, sei hier noch die Ländertabelle von Erupa angehängt, in der auch die Währungen und deren Wechselkurse zu den einzelnnen Ländern genannt sind.</em><br>
<br>
<a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/europa-laendertabelle.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440918/europa-laendertabelle.1400x0-is.jpg" width="1400"></a></p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2025-06-die-welt-von-1933-im-hansa-welt-atlas-von-1933/</link>
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			<h1>Bücher</h1>		<h3 class='posts-count'>Post 1 to 10 of 13</h3><div class='posts posts-small'><div class='post-head'><a class='num-comments-icon' href='/blog/posts/berlin-hauptstadt-der-ddr/#comments' title='Noch keine Kommentare'>0</a><h4 class='post-headline'><a href='/blog/posts/berlin-hauptstadt-der-ddr/'>Berlin - Hauptstadt der DDR</a></h4><p class='post-byline'><span class='author'>Von <a href='/blog/authors/tube/'>Tube</a></span> <span class='date'> 30. Dezember 2023, 12:11</span></p></div><div class='post' id='4439918'><div class='post-body'><p  class='post-small'>Dieser Bildband über die Hauptstadt der DDR, nämlich Berlin, ist sicherlich einer der kleinsten seiner Art und auch das kleinste Buch, das ich mal in einem Büchertauschschrank gefunden habe,
Der Bildband wurde im Jahre 1980 vom Verlag&hellip; <a class='more' href='/blog/posts/berlin-hauptstadt-der-ddr/'>Weiterlesen</a></p></div></div><div class='post-head'><a class='num-comments-icon' href='/blog/posts/flachenland/#comments' title='Noch keine Kommentare'>0</a><h4 class='post-headline'><a href='/blog/posts/flachenland/'>Flächenland</a></h4><p class='post-byline'><span class='author'>Von <a href='/blog/authors/tube/'>Tube</a></span> <span class='date'> 1. Dezember 2024, 15:54</span></p></div><div class='post' id='4439959'><div class='post-body'><p  class='post-small'>

Wahrscheinlich hat sich jeder schon einmal, auch ohne Flächenland gelesen zu haben, die Frage gestellt, wie die Welt aussähe, hätten wir nur zwei Dimensionen.
In Flächenland von Edwin A. Abbet, das zuerst Im Jahre 1884 veröffentlicht wurde, wird solch eine Welt beschrieben, eine Welt, in der die Wesen kein&hellip; <a class='more' href='/blog/posts/flachenland/'>Weiterlesen</a></p></div></div><div class='post-head'><a class='num-comments-icon' href='/blog/posts/chamissos-werke-in-vier-banden/#comments' title='1 Kommentar'>1</a><h4 class='post-headline'><a href='/blog/posts/chamissos-werke-in-vier-banden/'>Chamissos Werke in vier Bänden</a></h4><p class='post-byline'><span class='author'>Von <a href='/blog/authors/tube/'>Tube</a></span> <span class='date'> 25. November 2023, 09:22</span></p></div><div class='post' id='4439995'><div class='post-body'><p  class='post-small'>Es ist ein wunderschönes Buch, das jemand in einem Büchertauschschrank in Pankow entsorgt hat, gedruckt im Jahre 1907. In diesem einen Band sind alle vier im Titel erwähnten Bände enthalten, sogar die Seitennummern beginnen mitten im Band wieder bei eins, dort, wo ein neuer&hellip; <a class='more' href='/blog/posts/chamissos-werke-in-vier-banden/'>Weiterlesen</a></p></div></div><div class='post-head'><a class='num-comments-icon' href='/blog/posts/buch-herbert-ziergiebel-zeit-der-sternschnuppen/#comments' title='Noch keine Kommentare'>0</a><h4 class='post-headline'><a href='/blog/posts/buch-herbert-ziergiebel-zeit-der-sternschnuppen/'>3 Zitate: Herbert Ziergiebel - Zeit der Sternschnuppen</a></h4><p class='post-byline'><span class='author'>Von <a href='/blog/authors/tube/'>Tube</a></span> <span class='date'> 2. Mai 2020, 15:19</span></p></div><div class='post' id='4440023'><div class='post-body'><p  class='post-small'>Leute, schaut in die Bücherbäume! Man kann wunderbare Perlen aus ihnen ziehen.
So fand ich im Bücherbaum bei mir um die Ecke neulich Herbert Ziergiebels Zeit der Sternschnuppen - ein modernes Märchen, eine utopische Erzählung, in der der Protagonist von Aliens aufgelesen zu einem Jupitermond fliegt und der schönen Aul begegnet, die bereits vor 2000 Jahren in Babylon von&hellip; <a class='more' href='/blog/posts/buch-herbert-ziergiebel-zeit-der-sternschnuppen/'>Weiterlesen</a></p></div></div><div class='post-head'><a class='num-comments-icon' href='/blog/posts/karl-heinz-tuschel-die-insel-der-roboter/#comments' title='Noch keine Kommentare'>0</a><h4 class='post-headline'><a href='/blog/posts/karl-heinz-tuschel-die-insel-der-roboter/'>Karl-Heinz Tuschel - Die Insel der Roboter</a></h4><p class='post-byline'><span class='author'>Von <a href='/blog/authors/tube/'>Tube</a></span> <span class='date'> 1. Oktober 2020, 21:31</span></p></div><div class='post' id='4440039'><div class='post-body'><p  class='post-small'>Das Buch ist 1973 in der DDR beim Militärverlag erschienen, ein Spionageroman, der im Jahre 1995 spielt, also in der Zukunft, die heute Vergangenheit ist. Für das Jahr 1995 wird unter anderem vorhergesagt, daß es die DDR noch gibt, die Autos Spurhalteassistenten haben und Fotos immer noch entwickelt werden müssen.
In einem Stollen in der Nähe von Dresden wird&hellip; <a class='more' href='/blog/posts/karl-heinz-tuschel-die-insel-der-roboter/'>Weiterlesen</a></p></div></div><div class='post-head'><a class='num-comments-icon' href='/blog/posts/viktor-pekelis-kleine-enzyklopaedie-der-grossen-kypernetik/#comments' title='Noch keine Kommentare'>0</a><h4 class='post-headline'><a href='/blog/posts/viktor-pekelis-kleine-enzyklopaedie-der-grossen-kypernetik/'>Viktor Pekelis - Kleine Enzyklopädie der großen Kybernetik</a></h4><p class='post-byline'><span class='author'>Von <a href='/blog/authors/tube/'>Tube</a></span> <span class='date'> 26. Oktober 2020, 22:32</span></p></div><div class='post' id='4440051'><div class='post-body'><p  class='post-small'>Wenn ich hier über Bücher berichte, dann sind es Bücher, die ich gut finde. Ein Buch, das mir nicht gefällt, würde ich sicherlich nicht erwähnen..

Bemerkenswert an der erstmals 1977 erschienenen Kleinen Enzyklopädie der großen Kybernetik finde ich vor allem die wundervollen, von Boris Belov&hellip; <a class='more' href='/blog/posts/viktor-pekelis-kleine-enzyklopaedie-der-grossen-kypernetik/'>Weiterlesen</a></p></div></div><div class='post-head'><a class='num-comments-icon' href='/blog/posts/robert-merle-die-geschuetzten-maenner/#comments' title='Noch keine Kommentare'>0</a><h4 class='post-headline'><a href='/blog/posts/robert-merle-die-geschuetzten-maenner/'>Robert Merle - Die geschützten Männer</a></h4><p class='post-byline'><span class='author'>Von <a href='/blog/authors/tube/'>Tube</a></span> <span class='date'> 13. Dezember 2021, 00:22</span></p></div><div class='post' id='4440068'><div class='post-body'><p  class='post-small'>Anscheinend steckt jemand in den Bücherbaum in Pankow immer wieder Bücher hinein, die gerade in die jeweilige Zeit passen. So tauchen zu Weihnachten häufig Weihnachtsbücher auf, zu Ostern Bücher, die Ostern zum Thema haben, und kurz nach der Bundestagswahl 2021 konnte ich dem Bücherbaum den Roman Die geschützten Männer von Robert Merle entnehmen. Der Roman ist 1972 zum ersten Mal erschienen und beschreibt auf gewisse Weise&hellip; <a class='more' href='/blog/posts/robert-merle-die-geschuetzten-maenner/'>Weiterlesen</a></p></div></div><div class='post-head'><a class='num-comments-icon' href='/blog/posts/das-feuertier/#comments' title='Noch keine Kommentare'>0</a><h4 class='post-headline'><a href='/blog/posts/das-feuertier/'>Das Feuertier</a></h4><p class='post-byline'><span class='author'>Von <a href='/blog/authors/tube/'>Tube</a></span> <span class='date'> 20. November 2022, 13:34</span></p></div><div class='post' id='4440076'><div class='post-body'><p  class='post-small'>Mit dem "Feuertier" ist in diesem Buch das Feuer an sich gemeint - ein Wesen, das loht und lebt und ständig mit Ästen von trockenem Holz gefüttert werden muß, damit es nicht stirbt.
Eine Horde Urmenschen, deren Geschichte vor 400000 Jahren spielt, hat das Feuertier gefangen und pflegt es seit mehreren Generation, bewacht und füttert es&hellip; <a class='more' href='/blog/posts/das-feuertier/'>Weiterlesen</a></p></div></div><div class='post-head'><a class='num-comments-icon' href='/blog/posts/abc-abc-arche-noah-sticht-in-see/#comments' title='4  Kommentare'>4</a><h4 class='post-headline'><a href='/blog/posts/abc-abc-arche-noah-sticht-in-see/'>ABC ABC Arche Noah sticht in See</a></h4><p class='post-byline'><span class='author'>Von <a href='/blog/authors/tube/'>Tube</a></span> <span class='date'> 26. August 2024, 20:35</span></p></div><div class='post' id='4440701'><div class='post-body'><p  class='post-small'>Das Buch, ein Kinderbuch, erschienen 1975 beim Thienemanns Verlag, Stuttgart, getextet von James Krüss, der auch Timm Thaler verfaßt hat, und mit Illustrationen von Ádám Würtz versehen, soll Kindern das&hellip; <a class='more' href='/blog/posts/abc-abc-arche-noah-sticht-in-see/'>Weiterlesen</a></p></div></div><div class='post-head'><a class='num-comments-icon' href='/blog/posts/2025-06-die-welt-von-1933-im-hansa-welt-atlas-von-1933/#comments' title='Noch keine Kommentare'>0</a><h4 class='post-headline'><a href='/blog/posts/2025-06-die-welt-von-1933-im-hansa-welt-atlas-von-1933/'>Die Welt von 1933 im Hansa-Weltatlas von 1933</a></h4><p class='post-byline'><span class='author'>Von <a href='/blog/authors/tube/'>Tube</a></span> <span class='date'> 27. Juni 2025, 02:16</span></p></div><div class='post' id='4440918'><div class='post-body'><p  class='post-small'>Kürzlich ist mir ein Atlas aus dem Jahre 1933 in die Hände gefallen, ein A5-großes Büchlein, das nun schon 92 Jahre alt ist, mit dem ich eine kleine Zeitreise erleben konnte, an der ich dich gerne teilhaben lassen will.

Gleich in der Einleitung bzw. im Vorwort heißt&hellip; <a class='more' href='/blog/posts/2025-06-die-welt-von-1933-im-hansa-welt-atlas-von-1933/'>Weiterlesen</a></p></div></div></div>
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