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	<title>Uniadmin</title>
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	<description>Uniadmin - IT-Stories und mehr</description>
	<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 01:32:59 +0200</pubDate>
	<ttl>60</ttl>
	<item>
		<title>30 Jahre LSD</title>
		<description><![CDATA[Nein! Es geht nicht um Drogen. Hier geht es um Liebe statt Drogen, die Berliner Lesebühne mit dem wohl gewagtesten Namen, den eine Lesebühne sich geben könnte.

Heute, am 4.7.2026, gibt es eine Extra-Show, die Gala, ab 19 Uhr im Innenhof des Hedwig-Dohm-Hauses der HU Berlin, Ziegelstr. 4, Berlin. Es werden alle dabei sein, die dabei sind oder einmal dabei waren, sofern sie können. (Einlaß ab 18 Uhr)

Die erste der wöchentlichen Veranstaltung fand am 4.]]></description>
		<pubDate>Sat, 04 Jul 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441251/30-jahre-lsd.jpg"><img alt="" class="align_right" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441251/30-jahre-lsd.200x0-is.jpg" width="200"></a>Nein! Es geht nicht um Drogen. Hier geht es um <a href="https://liebestattdrogen.de/">Liebe statt Drogen</a>, die Berliner Lesebühne mit dem wohl gewagtesten Namen, den eine Lesebühne sich geben könnte.</p>

<p>Heute, am 4.7.2026, gibt es eine Extra-Show, die Gala, ab 19 Uhr im Innenhof des Hedwig-Dohm-Hauses der HU Berlin, Ziegelstr. 4, Berlin. Es werden alle dabei sein, die dabei sind oder einmal dabei waren, sofern sie können. (Einlaß ab 18 Uhr)</p>

<p>Die erste der wöchentlichen Veranstaltung fand am 4. Juli 1996 im Cafe Nova in der Auguststraße statt, unter dem Namen Supanova, mit vielen Mitwirkenden, von denen heute nicht mehr alle dabei sind. Dann ging es weiter wöchentlich im Keller des Zosch in der Tucholskystraße unter dem Namen <em>ein Keller Buntes</em>, bis uns der Name zu doof wurde, warum auch immer, wegen des dämlichen DDR-Bezuges, wir wollten einen neuen Namen, tranken Bier und brainstormten uns Ideen um die Köpfe.<br>
Warum ausgerechnet <em>Liebe statt Drogen</em> gewonnen hat, weiß ich nicht, es gab eine Abstimmung am Ende, wir waren besoffen, keiner hatte mehr wirklich Bock, Hauptsache es gab ein Ergebnis. Zur Auswahl standen <em>Delirium al dente</em> und <em>Liebe statt Drogen. </em></p>

<p><em>Liebe statt Drogen</em> hatte ich vorgeschlagen, weil ich mit <em>Delirium al dente</em> unzufrieden war und provokativ etwas noch blöderes in den Raum werfen wollte und weil ich am selben Tag ein Lied komponiert hatte, das LSD - Liebe statt Drogen hieß.</p>

<p>Damit hieß die Lesebühne LSD, und die Idee war, daß die Lesebühne LSD jede Woche anders heißt, drei Worte, die mit L, S und D beginnen, sozusagen als Motto, wobei niemand sich ans Motto halten mußte, und, falls wir mal kein Motto hätten, dann ist es <em>Liebe statt Drogen</em>.</p>

<p>So stand LSD dann unter anderem für Leuna Schwefel Dederon, Lasst Scheiße dampfen, Lepra schafft Distanz, Länderspiel Serbien Deutschland (als die Bundeswehr damals in den Kosovo einmarschiert ist) oder Leder Sklaven Domina (da hatten wir einige Besucher im Publikum, die etwas völlig anderes erwarteten), aber meistens hieß die Lesung doch nur <em>Liebe statt Drogen</em>, und so heißt sie heute immer noch.</p>

<p>Was ebenfalls so gut wie immer gleich geblieben ist, ist das Schlußlied, <em>Die Sonne wird scheinen</em>, hier eine Aufnahme von vor langer Zeit im Keller des Zosch, bei der <a href="https://volker-struebing.de/">Volker Strübing</a> gesungen hat:</p>

<p><iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen="" frameborder="0" height="500" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" src="https://www.youtube.com/embed/Gm4D3skDumo?si=rURuAqQO_wHqfywt" title="YouTube video player" width="100%"></iframe></p>

<p>Auch Volker Strübing wird heute bei der Gala dabei sein.<br>
Ick freu mir drauf.</p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-07-30-jahre-lsd/</link>
		<guid>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-07-30-jahre-lsd/</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Was kostet ein Einkaufswagen?</title>
		<description><![CDATA[Ein kostenloser Einkaufswagen in Berlin Pankow


Was kostet ein Einkaufswagen?
Ein Euro, werden die meisten antworten.

Das stimmt aber nicht. Ein Einkaufswagen ist viel billiger. Für einen Euro kannst du dir nämlich eine ganze Stange Einkaufswagen ziehen, und falls du noch einen zweiten Euro hast, kannst du dir noch eine Stange Einkaufswagen ziehen, dann beide Stangen zusammenstecken, wonach der zweite Euro wieder herauskommt,]]></description>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 00:07:58 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<figure class="align_right"><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440708/einkaufswagen.jpg"><img alt="" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440708/einkaufswagen.280x0-is.jpg" width="280"></a>
<figcaption>Ein kostenloser Einkaufswagen in Berlin Pankow</figcaption>
</figure>

<p>Was kostet ein Einkaufswagen?<br>
Ein Euro, werden die meisten antworten.</p>

<p>Das stimmt aber nicht. Ein Einkaufswagen ist viel billiger. Für einen Euro kannst du dir nämlich eine ganze Stange Einkaufswagen ziehen, und falls du noch einen zweiten Euro hast, kannst du dir noch eine Stange Einkaufswagen ziehen, dann beide Stangen zusammenstecken, wonach der zweite Euro wieder herauskommt, mit dem du dir noch eine Stange ziehen und deine Einkaufswagenstange verlängern kannst, und dann noch mal und noch mal und immer wieder noch mal, bis deine Einkaufswagenstange einmal um den Erdball reicht und du die Stange schließen kannst, womit auch der zuerst investierte Euro wieder herauskommt.</p>

<p>Damit hast du so ziemlich sämtliche Einkaufswagen der Welt für umsonst bekommen.<br>
Es ist also falsch, zu sagen, ein Einkaufswagen kostet einen Euro.<br>
Ein Einkaufswagen kostet nichts.</p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/was-kostet-ein-einkaufswagen/</link>
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	</item>
	<item>
		<title>Fahrenheit 551</title>
		<description><![CDATA[Hohe Temperaturen, erhitzte Gemüter, nicht vom Sommer, sondern von den NGO-Files, einer Webseite, auf der über die Vernetzung der NGOs und deren Gelder zu lesen ist - recherchiert und erstellt in Kreisen der AfD.
Begonnen hat es mit 551 Fragen, die einst die CDU stellte, Fragen, die viele empörten, aber nach Ansicht mancher nie befriedigend beantwortet wurden. Es geht um Geld, viel Geld, das aus dem Topf des Projektes &#x00022;Demokratie Leben!&#x00022; in ein unüberschaubares Geflecht aus NGOs fließt, Geld,]]></description>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2026 22:31:42 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hohe Temperaturen, erhitzte Gemüter, nicht vom Sommer, sondern von den <a href="https://ngofiles.de/">NGO-Files</a>, einer Webseite, auf der über die Vernetzung der NGOs und deren Gelder zu lesen ist - recherchiert und erstellt in Kreisen der AfD.<br>
Begonnen hat es mit <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/20/150/2015035.pdf">551 Fragen</a>, die einst die CDU stellte, Fragen, die viele empörten, aber nach Ansicht mancher nie befriedigend beantwortet wurden. Es geht um Geld, viel Geld, das aus dem Topf des Projektes "Demokratie Leben!" in ein unüberschaubares Geflecht aus NGOs fließt, Geld, nach dem es sich nicht ziemt zu fragen, es geht um Geld der Regierung, ohne das einige der Nicht-Regierungs-Organisationen nicht existieren könnten, es geht um Arbeitsplätze, die vernichtet würden, käme die AfD an die Macht, denn die AfD verspricht, jene Gelder zu streichen.<br>
Daß die AfD gesichert rechtsextrem und damit im Grunde verfassungswidrig sei, wollte schon der Verfassungsschutz mit einem etwa <a href="https://api.nius.de/api/assets/office-hr/64a7c9da-6a9a-409e-9141-16ed0e1e9d80/gutachten-bfv-afd4.pdf?version=0">1000-Seitigen Gutachten</a> zeigen, und nun gibt es ein weiteres Gutachten einer <a href="https://freiheitsrechte.org/">Gesellschaft für Freiheitsrechte</a>, das rund <a href="https://freiheitsrechte.org/uploads/publications/Demokratie/GFF_AfD-Gutachten.pdf">3000 Seiten</a> hat und zu dem Schluß kommt, ein AfD-Verbotsverfahren hätte höchstwahrscheinlich Erfolg. Es wirkt wie der Wettlauf zum AfD-Verbot. Wer erstellt das Gutachten mit den meisten Seiten? Für das jüngste Gutachten wurde laut GfF KI eingesetzt, auch die Macher der NGO-Files rühmen sich, KI verwendet zu haben - am meisten profitiert hat davon sicher Nvidia.<br>
Der Kapitalismus findet immer einen Weg.</p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-06-fahrenheit-551/</link>
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	</item>
	<item>
		<title>Unfreundlicher Empfang</title>
		<description><![CDATA[Wie war dein Besuch im Karolina Camping am Zuckereck? mußte mich irgendwann mein Handy gefragt haben, woraufhin ich zwei Wörter eintippte: &#x00022;Unfreundlicher Empfang&#x00022; und dazu einen von fünf Sternen vergab, was dann als Rezension auf Google Maps verewigt wurde.

Zuerst konnte ich mich nicht daran erinnern, das jemals getan zu haben und warum.

Doch ich hatte eine Mail von Google bekommen, in der stand, sie hätten eine Beschwerde über den von mir verfaßten Beitrag erhalten.]]></description>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2026 01:21:00 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie war dein Besuch im <em>Karolina Camping am Zuckereck</em>? mußte mich irgendwann mein Handy gefragt haben, woraufhin ich zwei Wörter eintippte: "Unfreundlicher Empfang" und dazu einen von fünf Sternen vergab, was dann als Rezension auf Google Maps verewigt wurde.</p>

<p>Zuerst konnte ich mich nicht daran erinnern, das jemals getan zu haben und warum.</p>

<p>Doch ich hatte eine Mail von Google bekommen, in der stand, sie hätten eine Beschwerde über den von mir verfaßten Beitrag erhalten. Der Beschwerdeführer behaupte, dieser Erfahrungsbericht verletze ihn in seinen Rechten.<br>
Ein Auszug der Beschwerde wurde der Mail beigefügt und hatte folgenden Inhalt: Der Rezensent Tobias Herre ist meinem Mandanten unbekannt, zu keinem Zeitpunkt gab es eine geschäftliche Beziehung zwischen meinem Mandanten und Tobias Herre. Diese Bewertung ist unzulässig und geschäftsschädigend. Sofern Tobias Herre keine geschäftliche Beziehung mit meinem Mandanten nachweisen kann, ist diese Bewertung vollumfänglich zu löschen.</p>

<p>Mit einem Handy im Google-Universum, das alle deine Daten an Google sendet, weiß nicht nur Google alles über dich, sondern auch du selbst kannst alles über dich herausbekommen.<br>
Die Bewertung hatte ich vor acht Jahren abgegeben, und die über mich gespeicherten GPS-Daten zeigten, daß ich am 15. Juli 2018 um 11:20 Uhr in Berlin losgefahren bin, dann von 12:20 Uhr bis 12:49 Uhr an einer Total-Tankstelle in der Schorfheide gehalten habe, dann nach weiteren 17 Minuten Fahrt um 13:06 Uhr an dem Camping-Platz angekommen und 10 Minuten später um 13:16 dort wieder losgefahren bin, um nach weiteren 17 Minuten Fahrt um 13:33 Uhr bei einer Aral-Tankstelle für 20 Minuten zu halten.</p>

<p>Allein aus der Verweildauer von 10 Minuten bei dem Campingplatz kann ich schließen, daß es zwischen mir und dem Betreiber zu keiner Geschäftsbeziehung gekommen ist. Es könnte also so gewesen sein: Ich betrete die Rezeption und sage: "Guten Tag. Ich würde gerne mit meinem Wohnmobil für eine Nacht hier ...", und der Typ an der Rezeption fällt mir ins Wort und sagt: "Verpiß dich!"</p>

<p>Dies würde meine zwei Worte "Unfreundlicher Empfang" und die Nichtexistenz einer Geschäftsbeziehung rechtfertigen, da kann der Anwalt behaupten, was er will. Eine Bewertung kann auch abgegeben werden, wenn keine geschäftliche Beziehung zustande gekommen ist. Die Bewertung muß nur wahr sein.</p>

<p>Bemerkenswert finde ich, daß meine Bewertung über die Zeit sogar 2 Likes erhalten hat, von den Likenden also als hilfreich eingestuft worden ist.</p>

<p>Allerdings denke ich, daß der am Empfang nicht "Verpiß dich" gesagt hat, das hätte ich mir gemerkt. Vielleicht hat er gesagt "Verschwinde." Oder er hat nur unfreundlich geguckt. Oder es war jener Campingplatz, wo ich mal keinen Kaffee bekommen habe, denn an einen Campingplatz, wo ich mal keinen Kaffee bekommen habe, erinnere ich mich sehr gut. Ich kann zwar nicht mit Sicherheit sagen, daß es der von mir bewertete Campingplatz war, doch alle Eckdaten sprechen dafür. Das mit dem Kaffee war so:<br>
Ich spaziere um 13:06 in die Rezeption hinein und sage: "Ich würde gerne für eine Nacht hier mit dem Wohnmobil ...", aber der Typ fällt mir ins Wort: "Anmeldung geht erst ab 14 Uhr". Und ich: "Ah, ok. Dann warte ich mal. Ich würde dann vielleicht einen Kaffee nehmen solange" und der Typ sagt: "Nee. Gibt's nicht."<br>
Soweit wäre ja noch alles gut gewesen, wenn nicht in diesem Augenblick einer reingekommen wäre, offensichtlich einer, der auf dem Campingplatz campt, ein Dauercamper, der zum Typen an der Rezeption sagt: Machste mir mal einen Kaffee? Und der Typ springt auf, stellt eine Kaffeetasse unter die Kaffeemaschine und läßt dem einen Kaffee einlaufen.</p>

<p>Eine Geschäftsbeziehung ist da auch nicht zustandegekommen. Aber die Bewertung "Unfreundlicher Empfang" wäre tatsächlich nicht ganz treffend. Ich müßte in diesem Fall die Bewertung wohl noch einmal überarbeiten, wie auch Google es mir in der Mail nahegelegt hat. Aus "Unfreundlicher Empfang" würde ich "Fremdenfeindlicher Empfang" machen, denn mir als Fremdem, der noch nicht auf dem Campingplatz campt, wird kein Kaffee verkauft. Nichtfremden dagegen schon.<br>
<br>
Es ist jetzt schon ein Weilchen her, daß ich die Mail von Google bekommen habe. In der Mail stand außerdem drin, wenn ich gar nichts unternehme, werden sie die Bewertung einfach löschen. Und was hab ich gemacht? Nichts. Ich denke also, meine Bewertung ist gelöscht worden.</p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-06-unfreundlicher-empfang/</link>
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	</item>
	<item>
		<title>Solaris</title>
		<description><![CDATA[Auf der Arbeit ist es fast schon ein Running Gag, wenn einer fragt: Läuft das auch auf OpenIndiana?, dem Nischen-Betriebssystem, das wir höchstwahrscheinlich nie einsetzen werden, das aber einen echt putzigen Namen hat. OpenIndiana ist eine Illumos-Distribution, und Illumos ist ein Fork von OpenSolaris, das wiederum die Open-Source-Version von Solaris ist, das selbst ein Abkömmling von Unix System V Release 4 ist, also im Grunde ein echtes Unix, vom Code her sogar echter als FreeBSD und andere BSD-]]></description>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 00:00:25 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441209/solaris.jpeg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441209/solaris.230x0-is.jpeg" width="230"></a>Auf der Arbeit ist es fast schon ein Running Gag, wenn einer fragt: Läuft das auch auf OpenIndiana?, dem Nischen-Betriebssystem, das wir höchstwahrscheinlich nie einsetzen werden, das aber einen echt putzigen Namen hat. OpenIndiana ist eine Illumos-Distribution, und Illumos ist ein Fork von OpenSolaris, das wiederum die Open-Source-Version von Solaris ist, das selbst ein Abkömmling von Unix System V Release 4 ist, also im Grunde ein echtes Unix, vom Code her sogar echter als FreeBSD und andere BSD-Varianten. Die Wikipedia hat einen schönen Artikel über die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_von_Unix">Geschichte von Unix</a> mit einem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_von_Unix#/media/Datei:Unix_history-simple.svg">Stammbaum der Unix-Systeme</a>.<br>
OpenIndiana heißt OpenIndiana, da die Firma Sun damals unter dem Codenamen Indiana die Entwicklung einer nutzerfreundlichen OpenSolaris-Distribution verfolgte, was allerdings nach der Übernahme durch Oracle eingestampft wurde. Seitdem wird OpenSolaris von der Community unter dem Namen Illumos weiterentwickelt und das Projekt Indiana als OpenIndiana. Illumos heißt Illumos, weil es etwas wie erleuchtet oder leuchtend bedeutet und damit einen Bezug zum Namen Solaris hat, der nicht mehr verwendet werden kann, weil er geschützt ist und Oracle gehört. Solaris heißt Solaris, weil es etwas wie sonnenbezogen bedeutet und die Firma Sun (deutsch Sonne) ihn als Namen für das Betriebssystem gewählt hatte.<br>
Der Name Solaris hat damit keinen Bezug zu dem Roman Solaris von Stanisław Lem, der 30 Jahre vor dem Betriebssystem erschienen ist.<br>
In Solaris von Lem geht es um einen Planeten namens Solaris, dessen Oberfläche größtenteils aus einem Ozean besteht, von dem die Menschen nach einhundert Jahren Forschung noch immer nicht verstehen, ob es sich bei dem Ozean um eine Form intelligenten Lebens oder etwas anderes Unbegreifbares handelt.<br>
Es ist schwer zu sagen, was besser ist: Solaris von Lem oder Solaris von Sun, weil beide nicht zu vergleichen sind. Mit Solaris von Sun wurden ZFS und DTrace eingeführt, mit Solaris von Lem tiefe philosophische Fragen aufgeworfen.<br>
Ich kann guten Gewissens empfehlen, Solaris von Lem einmal zu lesen und von Sun einmal zu installieren. Ich hab beides getan, Solaris von Sun in Form von OmniOS, danach hab ich Solaris von Lem gelesen und danach den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Solaris_(1972)">Film Solaris von Andrei Tarkowski</a>, der auf dem Roman Solaris von Lem basiert, geschaut.<br>
Die Reihenfolge war vielleicht nicht optimal. Vielleicht wäre es besser so gewesen: erst das Buch, dann der Film, dann das Betriebssystem. Manch einer liest vielleicht nur das Buch und installiert nie das Betriebssystem. Ein anderer schaut nur den Film und noch einer installiert nur das Betriebssystem, ohne jemals von Film und Buch Notiz zu nehmen.<br>
Manch einer interessiert sich auch für gar nichts von allem.</p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-06-solaris/</link>
		<guid>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-06-solaris/</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Die heile Welt der Fun Facts</title>
		<description><![CDATA[Fun Facts ist laut Selbstbeschreibung &#x00022;ein neues unterhaltsames Nachrichtenformat, das Fakten durch Humor und Prominenz zu mehr Reichweite verhilft.&#x00022; Seit dem Start im März habe ich viele Folgen geschaut und häufig nicht verstanden, warum an so vielen Stellen gelacht wurde.
Also beschaffte ich mir eine Eintrittskarte, um einer der Veranstaltungen beizuwohnen, damit ich sehe, wer dort lacht oder ob die Lacher in den Videos nur eingespielt sind.
Das Publikum war gemischt, meiner Einschätzung nach vom 18-]]></description>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 01:18:05 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://tube.funfacts.de/home">Fun Facts</a> ist laut Selbstbeschreibung "ein neues unterhaltsames Nachrichtenformat, das Fakten durch Humor und Prominenz zu mehr Reichweite verhilft." Seit dem Start im März habe ich viele Folgen geschaut und häufig nicht verstanden, warum an so vielen Stellen gelacht wurde.<br>
Also beschaffte ich mir eine Eintrittskarte, um einer der Veranstaltungen beizuwohnen, damit ich sehe, wer dort lacht oder ob die Lacher in den Videos nur eingespielt sind.<br>
Das Publikum war gemischt, meiner Einschätzung nach vom 18-jährigen Studenten bis hin zur typischen Oma gegen Rechts um die 60. Allerdings fiel auf, daß kaum Besucher zwischen 30 und 50 Jahren zugegen waren, was nahelegt, daß hauptsächlich Eltern mit ihren Kindern oder Kinder mit ihren Eltern hier saßen, je nachdem, wer wen mitgeschleppt hatte.</p>

<p><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441221/ff.842x0-is.jpeg" width="842"></p>

<p>Um es gleich zu sagen, die Lacher in der Sendung waren echt. Die Leute haben tatsächlich an Stellen gelacht, wo es mir schleierhaft war. Im geschnittenen Video der Aufzeichnung wurden die Lacher vielleicht noch etwas optimiert und zurechtgerückt, dennoch authentisch, nur von mir ist kein Mucks dabei, und auch die beiden Omas neben mir haben kein einziges Mal gelacht.<br>
Ich will nicht sagen, daß ich es schlecht fand. Die Atmosphäre und die Stimmung waren angenehm. Die witzigsten Momente, bei denen auch ich schmunzeln konnte, waren jene, wenn die Sprecherin sich verhaspelte und über sich selbst lachen mußte.<br>
Ich sah mich inmitten einer kleinen Gesellschaft, die der Kampf gegen den Klimawandel einte, die die Reichen zum Feind hatte und eine intellektuelle Überlegenheit fühlte. Sie waren versammelt in einer heilen Welt, umrahmt von Brandmauern, in der das Schlechte dahinter mit Fakten beschrieben wurde.<br>
Fiel der Name Habeck, applaudierten sie, fiel der Name Elon Musk, der des reichsten Mannes der Welt, ging ein Raunen durch den Saal, gar leise Buh-Rufe konnte ich vernehmen - somit profitierte auch die kleine Gesellschaft vom Reichtum dieses Mannes - denn gäbe es ihn nicht, gäbe es vielleicht auch Fun Facts nicht.<br>
In meiner Sendung ging es - wie so oft - um den Klimawandel. Technologieoffenheit sei nur eine Umschreibung dafür, weiterhin Verbrenner zu bauen. Die Lobby der Ölmultis stecke dahinter. Es wurde eine Verschwörungstheorie aufgetischt, doch nicht als solche benannt, denn Verschwörungstheorien gehören ins Reich der Dummen. Sie lachten als es um e-Fuels ging - eine Technologie mit miesem Wirkungsgrad, viel zu teuer und daher sowieso aussichtslos. Die Lacher erschlossen sich mir nicht. Warum befaßten sie sich mit etwas, das sich ohnehin nicht durchsetzt? Nicht einmal Elon Musk, der es bezahlen könnte, interessiert sich dafür.<br>
Als ich nach der Veranstaltung wieder draußen in der Realität, in der echten Welt war und auf dem dreckigen U-Bahnsteig auf die U-Bahn wartete, erkannte ich die beiden Omas, die neben mir gesessen hatten, die auch auf die U-Bahn warteten. Sie lachten immer noch nicht.</p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-06-die-heile-welt-der-fun-facts/</link>
		<guid>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-06-die-heile-welt-der-fun-facts/</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Ein Hotel</title>
		<description><![CDATA[Ich könnte mir die Spiegelungen des Kranes und des Hauses in der Fassade des Hotels stundenlang ansehen ...



... heranzomen und die Figuren in den Fenstern einzeln betrachten.

]]></description>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 22:10:00 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">Ich könnte mir die Spiegelungen des Kranes und des Hauses in der Fassade des Hotels stundenlang ansehen ...</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441222/park-inn-3.jpeg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441222/park-inn-3.1180x0-is.jpeg" width="1180"></a></p>

<p style="text-align: center;">... heranzomen und die Figuren in den Fenstern einzeln betrachten.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441222/park-inn-4.jpeg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441222/park-inn-4.jpeg" width="1200"></a></p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-06-ein-hotel/</link>
		<guid>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-06-ein-hotel/</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Die Letzte Generation</title>
		<description><![CDATA[Ich möchte einmal ausrechnen, wie wahrscheinlich es ist, zur letzten Generation zu gehören, also, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, geboren zu werden, und während des Lebens geht die Welt unter.

Allerdings gibt es dabei zwei Probleme, nämlich, daß wir nicht wissen, wann die Welt untergeht, es ist ja noch nicht passiert, und daß wir nicht genau wissen, wann die Welt angefangen hat.

Den Anfang der Welt können wir zumindest pragmatisch festlegen.
Im Geschichtsunterricht hieß es,]]></description>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 02:02:00 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich möchte einmal ausrechnen, wie wahrscheinlich es ist, zur letzten Generation zu gehören, also, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, geboren zu werden, und während des Lebens geht die Welt unter.</p>

<p>Allerdings gibt es dabei zwei Probleme, nämlich, daß wir nicht wissen, <em>wann</em> die Welt untergeht, es ist ja noch nicht passiert, und daß wir nicht genau wissen, wann die Welt <em>angefangen</em> hat.</p>

<p>Den Anfang der Welt können wir zumindest pragmatisch festlegen.<br>
Im Geschichtsunterricht hieß es, der Homo sapiens, wie er heute noch existiert, sei vor rund 300.000 Jahren aufgetaucht. Somit legen wir den Anfang der Welt auf "Vor dreihunderttausend Jahren" fest, und die Frage, "Wann geht die Welt unter", beantworten wir vorerst mit: Morgen.</p>

<p>Mit diesen Parametern können wir schon etwas mit Wahrscheinlichkeiten spielen. Unter der Annahme, die Welt existiert genau 300.000 Jahre und morgen geht sie unter: Hätte ein historischer Prophet an einem völlig zufälligen Tag gerufen: „Morgen geht die Welt unter!“, lag seine Erfolgschance bei 1 zu 365*300000 - also etwa 1 zu 109 Millionen.</p>

<p>Wenn ich also <em>heute</em>, an einem Tag wie allen anderen zuvor, behaupte "Morgen geht die Welt unter", hätte ich mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 109 Millionen recht, allerdings nur, wenn die Welt morgen <em>tatsächlich</em> untergeht. Diese geringe Wahrscheinlichkeit erklärt, warum so viele vor mir falsch lagen.</p>

<h2>Das Generationenproblem</h2>

<p>Schwieriger ist es, die Wahrscheinlichkeit zu bestimmen, mit der man in genau die <em>letzte</em> Generation hineingeboren wird. Nehmen wir die Länge einer Generation mit 30 Jahren an, dann hat die Menschheit im Zeitraum von 300.000 Jahren 10.000 Generationen hervorgebracht.<br>
Wir können aber leider nicht sagen, falls die Welt morgen untergeht, daß wir in die letzte Generation mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 10.000 hineingeboren wurden, denn von Generation zu Generation sind es mehr Menschen geworden - beginnend bei Generation 0 vor 300.000 Jahren, die aus nur genau zwei Menschen bestand, nämlich Adam und Eva.</p>

<p>Wie viele Menschen in einer Generation leben, hängt vom R-Wert ab.<br>
Ich nenne den Wert hier einfach R-Wert und meine damit den Faktor, den eine Generation an Menschen gegenüber der Vorgängergeneration hinzugewinnt. Für die Generation <span class="katex"><math><semantics><mrow><mi>n</mi></mrow><annotation encoding="application/x-tex">n
</annotation></semantics></math></span>

 berechnet sich die Zahl der Menschen <span class="katex"><math><semantics><mrow><mi>M</mi></mrow><annotation encoding="application/x-tex">M
</annotation></semantics></math></span>

 mit folgender Gleichung:</p>

<p style="text-align: center;"><span class="katex"><math><semantics><mrow><mi>M</mi><mo>=</mo><mn>2</mn><mo>⋅</mo><msup><mi>R</mi><mi>n</mi></msup></mrow><annotation encoding="application/x-tex">M = 2 \cdot R^{n}
</annotation></semantics></math></span>

.</p>

<p>Die <span class="katex"><math><semantics><mrow><mn>2</mn></mrow><annotation encoding="application/x-tex">2
</annotation></semantics></math></span>

 in der Gleichung, mit der alles multipliziert wird, steht für Adam und Eva, jene zwei Menschen der Generation 0.<br>
Um den R-Wert der Menschen zu berechnen, stellen wir die Formel nach <span class="katex"><math><semantics><mrow><mi>R</mi></mrow><annotation encoding="application/x-tex">R
</annotation></semantics></math></span>

 um:</p>

<p style="text-align: center;"><span class="katex"><math><semantics><mrow><mi>R</mi><mo>=</mo><msup><mrow><mo fence="true">(</mo><mfrac><mi>M</mi><mn>2</mn></mfrac><mo fence="true">)</mo></mrow><mfrac><mn>1</mn><mi>n</mi></mfrac></msup></mrow><annotation encoding="application/x-tex">R = \left( \frac{M}{2} \right)^{\frac{1}{n}}
</annotation></semantics></math></span>

</p>

<p>Jetzt können wir echte Zahlen einsetzen. Es leben derzeit, in der 10.000sten Generation, etwa 8 Milliarden Menschen auf der Welt, also setzen wir ein:</p>

<p style="text-align: center;"><span class="katex"><math><semantics><mrow><mi>R</mi><mo>=</mo><msup><mrow><mo fence="true">(</mo><mfrac><mn>8.000.000.000</mn><mn>2</mn></mfrac><mo fence="true">)</mo></mrow><mfrac><mn>1</mn><mn>10000</mn></mfrac></msup></mrow><annotation encoding="application/x-tex">R = \left( \frac{8.000.000.000}{2} \right)^{\frac{1}{10000}}
</annotation></semantics></math></span>

</p>

<p>Und erhalten unseren R-Wert:</p>

<p style="text-align: center;"><span class="katex"><math><semantics><mrow><mi>R</mi><mo>=</mo><mn>1</mn><mo separator="true">,</mo><mn>002213402</mn></mrow><annotation encoding="application/x-tex">R = 1,002213402
</annotation></semantics></math></span>

</p>

<p>Wir setzen immer noch voraus, daß die Welt morgen untergeht, wir also die letzte Generation, die 10.000ste sind, welche aus 8 Milliarden Menschen besteht.<br>
Diese letzte Generation müssen wir jetzt ins Verhältnis setzen zu allen Menschen in allen Generationen davor, um die Wahrscheinlichkeit zu ermitteln, in diese letzte Generation hineingeboren zu werden.<br>
Dazu müssen wir also die Summe aller Menschen in allen Generationen bilden:</p>

<p style="text-align: center;"><span class="katex"><math><semantics><mrow><mi>S</mi><mo>=</mo><mn>2</mn><mo>⋅</mo><msubsup><mo>∑</mo><mrow><mi>i</mi><mo>=</mo><mn>0</mn></mrow><mi>n</mi></msubsup><msup><mi>R</mi><mi>i</mi></msup><mo>=</mo><mn>2</mn><mo>⋅</mo><mo stretchy="false">(</mo><msup><mi>R</mi><mn>0</mn></msup><mo>+</mo><msup><mi>R</mi><mn>1</mn></msup><mo>+</mo><msup><mi>R</mi><mn>2</mn></msup><mo>+</mo><mo>⋯</mo><mo>+</mo><msup><mi>R</mi><mi>n</mi></msup><mo stretchy="false">)</mo><mo>=</mo><mfrac><mrow><mn>2</mn><mo stretchy="false">(</mo><msup><mi>R</mi><mrow><mi>n</mi><mo>+</mo><mn>1</mn></mrow></msup><mo>−</mo><mn>1</mn><mo stretchy="false">)</mo></mrow><mrow><mi>R</mi><mo>−</mo><mn>1</mn></mrow></mfrac></mrow><annotation encoding="application/x-tex">S = 2 \cdot\sum_{i=0}^{n} R^i = 2\cdot (R^0 + R^1 + R^2 + \cdots + R^n) = \frac{2(R^{n+1} - 1)}{R - 1}
</annotation></semantics></math></span>

</p>

<p>Damit können wir jetzt die Anzahl aller Menschen, die je auf dem Planeten seit Generation 0 gelebt haben, berechnen:</p>

<p style="text-align: center;"><span class="katex"><math><semantics><mrow><mfrac><mrow><mn>2</mn><mo>⋅</mo><mn>1</mn><mo separator="true">,</mo><msup><mn>002213402</mn><mrow><mo stretchy="false">(</mo><mn>10000</mn><mo>+</mo><mn>1</mn><mo stretchy="false">)</mo></mrow></msup><mo>−</mo><mn>1</mn></mrow><mrow><mn>1</mn><mo separator="true">,</mo><mn>002213402</mn><mo>−</mo><mn>1</mn></mrow></mfrac><mo>=</mo><mn>3.622346227</mn><mo>×</mo><msup><mn>10</mn><mn>12</mn></msup></mrow><annotation encoding="application/x-tex">\frac{2\cdot1,002213402^{(10000+1)} - 1}{1,002213402 - 1}=3.622346227×10¹²
</annotation></semantics></math></span>

</p>

<p>Wir kommen auf rund 3600 Milliarden Menschen insgesamt, also 3,6 Billionen. Um uns die Zahl besser vorzustellen, überlegen wir ganz grob: Wenn wir heute sämtliche Nvidia-Aktien verkaufen würden, könnten wir vom Erlös jedem Menschen in der Vergangenheit knapp einen Dollar geben - Zeitreisen vorausgesetzt.<br>
Wissenschaftler behaupten allerdings, es hätten viel weniger Menschen bisher gelebt, aber sie verstehen nichts von konstantem Wachstum; sie kennen sich nur mit der historischen Realität aus, in der unsere Vorfahren durch Pest, Kriege oder anders ausgebremst wurden.<br>
Ich rechne aber mit konstantem Wachstum, da sind es nun mal 3,6 Billionen.</p>

<h2>Ein Topf voller Menschen</h2>

<p>In die Generation 0 geschöpft zu werden, also Adam oder Eva, ist sehr unwahrscheinlich. Wir müssen uns vorstellen, daß wir aus einem großen Topf, in dem sich alle Menschen befinden, die je geboren oder geschöpft werden, 2 von ihnen herausziehen. D.h. also, die Wahrscheinlichkeit Adam oder Eva geworden zu sein lag bei 1 zu 1,8 Billionen.<br>
<br>
In die nächste Generation geboren zu werden, ist etwas wahrscheinlicher, weil dafür ja mehr Menschen aus dem Topf gezogen werden. In der darauffolgenden Generation noch wahrscheinlicher, und für die aktuelle Generation wurden 8 Milliarden Menschen aus dem Topf gezogen - Wir waren dabei!</p>

<p>Damit beträgt die Wahrscheinlichkeit, in die letzte Generation geboren zu werden, 8 Milliarden zu 3,6 Billionen, was etwa 1/450 entspricht - allerdings nur unter der Voraussetzung, daß die Welt tatsächlich morgen untergeht.</p>

<p>Legten wir die von Wissenschaftlern behauptete Zahl zugrunde (ca. 120 Millarden Menschen), würden wir auf einen Wert von etwa 1/15 kommen.</p>

<p>Als Kompromiß berechne ich den Mittelwert meiner Wahrscheinlichkeit und der der Wissenschaftler und komme auf 1 zu 29.</p>

<p>Die Wahrscheinlichkeit, in die letzte Generation geboren zu werden, liegt also bei 1/29, also ca. 3,4% - immer vorausgesetzt, daß die Welt morgen tatsächlich untergeht.</p>

<h2>Die letzte Generation</h2>

<p>Viele junge Menschen glauben heutzutage, daß sie zur letzten Generation gehören. Vielleicht glauben sie das, weil nach Z kein Buchstabe mehr kommt. Sie könnten sich sogar bewußt dafür entscheiden, die letzte Generation zu sein, indem sie einfach keine Kinder bekommen.<br>
Auch Adam und Eva hätten sich so entscheiden können, und hätten sie, dann könntest du das hier nicht lesen. Adam und Eva hätten es noch einfach gehabt: Nur die beiden hätten mitmachen müssen. Aber heute? Heute sind wir acht Milliarden, da gibt es immer welche, die ausbüxen und <em>doch</em> Kinder bekommen. Je später die Generation, um so unwahrscheinlicher, daß es die letzte ist, zumindest absichtlich herbeigeführt.</p>

<p>Abschließend sei festgehalten: Die Wahrscheinlichkeit, daß du zur letzten Generation gehörst, liegt bei 3,4%. Das heißt, die Welt geht morgen mit einer Wahrscheinlichkeit von 3,4% unter - aber, wie schon gesagt, nur, wenn sie tatsächlich morgen untergeht - und wer kann das schon wissen?</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439991/lg.jpeg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4439991/lg.200x0-is.jpeg" width="200"></a></p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-06-letzte-generation/</link>
		<guid>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-06-letzte-generation/</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Eine Rose</title>
		<description><![CDATA[Ist es nicht faszinierend, wie sich
der Stiel der Rose im Wasserglas bricht?

]]></description>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 00:10:00 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">Ist es nicht faszinierend, wie sich<br>
der Stiel der Rose im Wasserglas bricht?</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441210/rose.jpeg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441210/rose.400x0-is.jpeg" width="400"></a></p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-06-eine-rose/</link>
		<guid>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-06-eine-rose/</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Digitale Souveränität mit Nostr</title>
		<description><![CDATA[Nun war mal wieder DID, Di-Day, Digital Independence Day, der an jedem ersten Sonntag im Monat stattfindet. Den DID hat der von mir geschätzte Kollege Marc-Uwe Kling beim letzten CCC ins Leben gerufen.
Am DID soll sich jeder, der abhängig von Google, X (ehemals Twitter), Facebook, Microsoft und anderen US-amerikanischen Firmen ist, Zeit und Muße nehmen, zu Alternativen zu wechseln - etwa von Google Docs zu Nextcloud, von Windows zu Linux, von Office 365 zu LibreOffice,]]></description>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 01:38:00 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nun war mal wieder DID, <a href="https://di.day/de">Di-Day</a>, Digital Independence Day, der an jedem ersten Sonntag im Monat stattfindet. Den DID hat der von mir geschätzte Kollege <a href="https://media.ccc.de/v/39c3-die-kanguru-rebellion-digital-independence-day#t=2700">Marc-Uwe Kling beim letzten CCC</a> ins Leben gerufen.<br>
Am DID soll sich jeder, der abhängig von Google, X (ehemals Twitter), Facebook, Microsoft und anderen US-amerikanischen Firmen ist, Zeit und Muße nehmen, zu Alternativen zu wechseln - etwa von Google Docs zu Nextcloud, von Windows zu Linux, von Office 365 zu LibreOffice, von Amazon zum Buchladen und mehr.<br>
Ich hab mir den Tag zum Anlaß genommen, einmal einen Blick auf die sogenannten sozialen Netzwerke zu werfen, um zu untersuchen, wie es dort um die digitale Souveränität bestellt ist.<br>
Auf der DID-Seite gibt es ein <a href="https://di.day/de/wechselrezepte/mastodon#alternative-zubereitungsarten">"Wechselrezept" von X zu Mastodon</a>, wo es heißt:</p>

<blockquote>
<p>Elon Musk hat X (ehemals Twitter) zu einer Plattform umgebaut, auf der (rechtsextreme) Hassrede und Desinformation Vorfahrt haben. Mastodon ist so etwas wie das Gegenteil – und besser! Ein Verbund aus vielen kleinen Netzwerken („dezentral“), meist werbefrei und in der Hand der Nutzer*innen.</p>
</blockquote>

<p>Die Nachteile von Mastodon hatte ich schon einmal im Zusammenhang mit meinem <a href="https://www.uniadmin.de/blog/posts/2025-mein-x-it-bei-twitter/">Twitter-Exit</a> dargestellt. Die Admins der kleinen Netzwerke können sich verhalten wie kleine Müskchens und zum Beispiel linksextremer Haßrede Vorfahrt geben.<br>
Ein Fehler im Design liegt in der Möglichkeit zu blockieren.<br>
Die Blockierfunktion gab es bereits bei Twitter: Wenn ein Nutzer einen anderen Nutzer blockiert, kann der andere Nutzer die öffentlichen(!) Posts des Nutzers nicht mehr lesen. Er kann sie höchstens lesen, indem er sich mit einem weiteren nicht blockierten Account anmeldet.<br>
Zu meinen Twitter-Zeiten sah ich viele, die sich rühmten, besonders viele Nutzer blockiert zu haben, und ich dachte immer, wenn man jeden, der mal was sagt, was nicht paßt, blockiert, ist man irgendwann ganz allein.<br>
Deshalb hab ich bei Twitter nie jemanden blockiert, außer einen, da ging es nicht anders, der hat immer so dummes Zeug von sich gegeben. Zuerst hatte ich den nur stumm geschaltet, aber er tauchte trotzdem immer wieder in meiner Timeline auf, weil andere ihn mit Zitat retweeteten, wo das Stummschalten anscheinend nicht griff. Hier half nur noch der Block, dann war endlich Ruhe. Ich glaube, der Typ hieß Sixtus.<br>
Und Mastodon setzt noch einen drauf: Dort können sich nicht nur Nutzer gegenseitig blockieren, sondern gleich ganze Instanzen, die von kleinen Admins administriert werden. Ein Admin entscheidet dort, ob Posts des einen Nutzers von einem anderen Nutzer gelesen werden können, obwohl der Admin selbst von beiden Nutzern nie etwas liest.<br>
Von digitaler Souveränität kann bei Mastodon kaum die Rede sein, eher von digitaler Autorität, bei Mastodon gibt es mehr digitale Autorität als bei X (ehemals Twitter), denn bei X unter Musk ist die Blockierfunktion in ihrer ursprünglichen Form beseitigt worden.<br>
Gar keine Blockierfunktion gibt es bei <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nostr">Nostr</a>, daher hab ich mir zum Di-Day einmal Nostr angesehen.</p>

<h2>Nostr</h2>

<p>Zu Beginn wollte ich Nostr erst mal im Webbrowser testen, im Firefox, und da zeigt sich schon, daß die Onboardinghürde bei Nostr etwas höher als bei X oder Mastodon ist, denn man muß verstehen, daß die eigene digitale Identität kein Account im Sinne eines Mastodon-Accounts oder E-Mail-Accounts, sondern nur ein 32 Byte langer Private-Key ist, und daß die Webseite, auf der man sich anmeldet, eigentlich nur eine App ist, die lokal auf dem Rechner läuft. Da man diesen Apps, die aus dem Web heruntergeladen sind, generell nicht trauen darf, sollte man sich möglichst nie direkt mit seinem private Key bei der App anmelden, sondern den Key von einer Browser-Extension verwalten lassen.</p>

<p>Und das ist die erste kleine Hürde, die Browser-Extension zu installieren. Ich habe mich für <a href="https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/nostr-connect/">Nostr Connect</a> entschieden, wobei diese Extension, wenn ich sie per Mausklick im Firefox installiere, auch nur eine aus dem Web heruntergeladene App ist und meinen Private-Key klauen könnte. Wer also ganz sicher sein will, muß sich den <a href="https://github.com/lumehq/nostr-connect">Sourcecode herunterladen</a>, ihn überprüfen, daß da keine Schweinereien drin sind, die Extension selbst compilieren und lokal von der Platte installieren. Das habe ich nicht gemacht, ich kreuz einfach die Finger, daß die von Firefox heruntergeladene Extension clean ist.</p>

<p>Ist die Extension erst mal installiert, ist der Rest relativ einfach. In den Einstellungen gibtst du deinen Private-Key ein, falls du schon einen hast, oder du klickst auf "Generate", dann wird ein neuer Private-Key erstellt, der von nun an deine digitale Identität ist. Den Key solltest du dir irgendwo sicher abspeichern, aufschreiben oder ausdrucken und darauf achten, daß du ihn nie verlierst, denn, verlierst du ihn, ist deine digitale Identität verloren, unwiederbringlich.</p>

<p><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441196/nostr-connect-empty.489x0-is.png" width="489"></p>

<p>Nun geht es ab zur App! Nach einigem Probieren bin ich bei <a href="https://coracle.social/login">Coracle</a> gelandet, wo, nachdem man den Loginbutton geklickt hat, verschiedene Login-Methoden angeboten werden und ich natürlich das Login über Browser-Extension gewählt habe - dazu habe ich sie ja extra installiert.</p>

<p><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441196/coracle-wlcome.png" width="604"></p>

<p>Hiernach kommt die nächste kleine Hürde, denn Coracle versucht, dein Profil zu laden, wenn du aber noch keines hast, kannst du Stunden auf die Eieruhr starren (trying to load profile), bis du vielleicht doch irgendwann bemerkst, daß dort ein unscheinbarer Link ist "Continue with incomplete profile" oder so. Gehst du drauf, bist du drin, und dann solltest als erstes dein Profil bearbeiten: Einen Nutzernamen festlegen, deine Homepage eintragen und etwas über dich schreiben und speichern.</p>

<p>Was dann im Hintergrund passiert, ist wieder kompliziert: Dein Profil wird jetzt auf mehrere sogenannten Relays geschrieben. Die Coracle-App hat per default eine Reihe von Relays voreingestellt. Du kannst aber beliebige andere Relays hinzufügen, auch dein eigenes, wenn du eines betreibst.<br>
Ein Relay ist ein Server, der speichert dein Profil, wem du folgst und alles, was du postest. Und an dieser Stelle kommt der große Unterschied zu Mastodon: Während bei Mastodon dein Profil und deine Posts auf einem einzigen Server liegen, verteilst du die Daten bei Nostr auf 10, 20 oder 30 Server (Relays). Falls ein Admin eines Relays einen auf Müskchen macht und dich blockt, deine Posts, dein Profil einfach löscht, nicht mehr speichert, bist du auf den anderen Relays immer noch da. Anhand deines Public-Keys (der sich aus deinem Private-Key errechnet) können deine Follower dich immer finden.</p>

<p>Erst, wenn alle 20 oder 30 Relays dich blocken, wärest du raus. Dazu müßten sich die 20 oder 30 Admins absprechen, dich zu tilgen, oder du mußt solch dermaßenen Schrott posten, daß die 20 oder 30 Admins dich, ohne sich abzusprechen, freiwillig blocken. Das ist sehr unwahrscheinlich, außer bei diesem Sixtus vielleicht, wäre er auf Nostr.</p>

<p>Doch selbst dann, wenn alle Relay-Betreiber dich blocken, bist du immer noch nicht stillgelegt, weil du auch dein eigenes Relay betreiben kannst, von dem du dich selbst ja nicht ausschließen wirst.<br>
Ich hab auch das ausprobiert, mein eigenes Relay auf meinem eigenen Server installiert. Allerdings muß man dazu schon ein kleiner Admin sein, das ist nicht jedermanns Sache, und ich werde hier auch nicht genauer drauf eingehen, außer auf ein Detail, nämlich Spam.<br>
Wie wird im Nostr-Netz Spam verhindert?<br>
Während bei Mastodon Spam größtenteils mittels Moderation verhindert wird, fehlt dieses Mittel bei Nostr, da Nostr so gut wie nicht moderierbar ist. Stattdessen wird Spam bei Nostr einfach teuer gemacht. Wer etwas posten will, muß zahlen. Entweder mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hashcash">Hashcash</a> oder Bitcoin.<br>
Wenn du auf meinem Relay etwas posten willst, mußt du mit Hashcash zahlen. Hashcash bedeutet, daß dein Rechner, mit dem du postest, ein paar sinnlose Berechnungen durchführen muß, die Zeit und Strom kosten, den du bezahlen mußt. Für einen einzelnen Post ist der Betrag vernachlässigbar gering, für Spammer, die Tausende Posts in die Welt blasen wollen, lohnt sich das aber nicht mehr.<br>
Die andere Zahlmethode, Bitcoin, das über das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lightning-Netzwerk">Lightning-Netzwerk</a> in Nostr integriert ist, erklärt sich dagegen von selbst, denke ich.</p>

<h2>Das Soziale Netzwerk Nostr</h2>

<p>Die technischen Hürden sind geschafft. Nun bin ich drin. Für mich waren die technischen Hürden auch nicht sonderlich hoch, ich kann das, das ist mein Beruf.<br>
Ob vom Fach oder nicht, andere, die es auch bis hier hin geschafft haben, stehen sicherlich vor demselben Problem: Ich bin allein. Wer ist überhaupt noch hier? Was nun?</p>

<p>Ich muß mich umschauen. Sehen, was los ist. Wem kann ich folgen. Das Abenteuer beginnt!</p>

<p>Und aus der Nostr-Connect-Browser-Extension heraus, kann ich den Key zu meinem Profil samt QR-Code veröffentlichen und sagen: Follow me!</p>

<p style="text-align: center;">nprofile1qqsyy3kexafj3n6eefuxrww2xlkkg7rz5l3s266vts7x4c93qan69zqpzemhxue69uhkummnw3ezuurvv9hxj7pwdaexw83z6ja</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441196/tube-profile-qr.png"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441196/tube-profile-qr.png" width="236"></a></p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-06-digitale-souveranitat-mit-nostr/</link>
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