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	<title>Uniadmin</title>
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	<description>Uniadmin - IT-Stories und mehr</description>
	<pubDate>Fri, 29 May 2026 21:48:47 +0200</pubDate>
	<ttl>60</ttl>
	<item>
		<title>Gespräch über die Frauen</title>
		<description><![CDATA[Kürzlich ist mir ein kleines Büchlein in die Hände gefallen mit dem Titel &#x00022;Gespräch über die Frauen&#x00022;, das einige interessante Merkmale zeigt:



Wenn ich das Büchlein aufklappe, also nur den Buchdeckel umschlage, kommen zwei grüne Seiten, wobei das grüne Papier links mit dem Buchdeckel verklebt ist und rechts frei umblätterbar ist.



Blättere ich um, ist links die Rückseite des grünen Papiers und rechts die erste Seite des Buches, die nicht aus grünem Papier besteht.]]></description>
		<pubDate>Fri, 29 May 2026 00:38:00 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzlich ist mir ein kleines Büchlein in die Hände gefallen mit dem Titel "Gespräch über die Frauen", das einige interessante Merkmale zeigt:</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441180/gudf-cover.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441180/gudf-cover.500x0-is.jpg" width="500"></a></p>

<p>Wenn ich das Büchlein aufklappe, also nur den Buchdeckel umschlage, kommen zwei grüne Seiten, wobei das grüne Papier links mit dem Buchdeckel verklebt ist und rechts frei umblätterbar ist.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441180/gudf-0001.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441180/gudf-0001.800x0-is.jpg" width="800"></a></p>

<p>Blättere ich um, ist links die Rückseite des grünen Papiers und rechts die erste Seite des Buches, die nicht aus grünem Papier besteht. Auf der ersten Seite steht nichts.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441180/gudf-0002.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441180/gudf-0002.1000x0-is.jpg" width="1000"></a></p>

<p>Blättere ich noch einmal um, sehe ich zwei leere Seiten. Also auch dort steht nichts.</p>

<p><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441180/gudf-0003.1000x0-is.jpg" width="1000"></p>

<p>Blättere ich abermals um, blicke ich erneut auf zwei leere Seiten, und mir kommt der Verdacht, daß es bei einem Gespräch über die Frauen einfach nichts zu sagen gibt:</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441180/gudf-0004.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441180/gudf-0004.1000x0-is.jpg" width="1000"></a></p>

<p>Ein weiteres Mal umblättern scheint das zu bestätigen. Das Gespräch über die Frauen enthält nichts. Wieder nur leere Seiten. Ein Spaßbuch?</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441180/gudf-0005.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441180/gudf-0005.1000x0-is.jpg" width="1000"></a></p>

<p>Noch einmal umblättern macht dann aber Hoffnung. Der Name des Autors Abbé Galiani ist zu lesen und der Titel des Werkes: "Gespräch über die Frauen".</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441180/gudf-0006.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441180/gudf-0006.1000x0-is.jpg" width="1000"></a></p>

<p>Noch mal umblättern. Dasselbe wieder. Name des Autors und der Titel "Gespräch über die Frauen". Diesmal in schönerer Schrift und verschiedenen Farben:</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441180/gudf-0007.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441180/gudf-0007.1000x0-is.jpg" width="1000"></a></p>

<p>Und endlich dann doch! Es geht los! Das Gespräch über die Frauen:</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441180/gudf-0008.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441180/gudf-0008.1000x0-is.jpg" width="1000"></a></p>

<p>Das Gespräch über die Frauen hat Abbé Galiani im Jahre 1772 verfaßt, und im Grunde geht es darin um dieselben Fragen, die auch heute noch diskutiert werden:</p>

<ul>
	<li>Was ist eine Frau?</li>
	<li>Ist die Frau von Natur aus schwach, oder ist das nur sozial anerzogen?</li>
</ul>

<p>Besonders gut hat mir der Schluß gefallen:</p>

<blockquote>
<p>Marquis: Habt ihr das soeben erschienene Buch von Thomas über die Frauen gelesen?<br>
Chevalier: Nein.<br>
Marquis: Er sagt kein Wort von dem, was Ihr eben vorgebracht habt.<br>
Chevalier: Und wißt Ihr auch, weshalb nicht?<br>
Marquis: Ehrlich gesagt, nein.<br>
Chevalier: Weil <em>ich </em>nichts von dem sage, was er sagt.</p>
</blockquote>

<p>Das Büchlein ist ein Sonderdruck, der 1982 bei <a href="https://www.thebearpress.de/">Bear Press Wolfram Benda</a> erschienen ist und mit den Mitteln und Techniken, die auch 1770 zum Einsatz kamen, hergestellt wurde. Die vielen leeren Seiten am Anfang erklären sich dadurch, daß der Essay recht kurz ist, aber zum Binden des Buches immer ein ganzer Bogen verwendet werden muß, welcher durch den Essay nur dürftig gefüllt wurde.</p>

<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441180/gudf-0009.jpg"><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441180/gudf-0009.1000x0-is.jpg" width="1000"></a></p>

<p>Am Ende des Büchleins kommen, aus genannten Gründen, noch ein paar weitere leere Seiten.<br>
Ich erspare mir, die hier abzubilden.<br>
Der Leser kann sie sich sicherlich gut vorstellen.</p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-05-gesprach-uber-die-frauen/</link>
		<guid>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-05-gesprach-uber-die-frauen/</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Boom. Bang. Timmy!</title>
		<description><![CDATA[Ich hatte die letzten Wochen versucht, alle Nachrichten zum gestrandeten Wal zu ignorieren. Wann immer das Viech in meiner Timeline erschien, wischte ich es schnell weg.
Von den Headlines bleibt trotzdem was hängen: Wal ist gestrandet, Wal soll befreit werden, Wal heißt Timmy, Wal wird befreit, Wal strandet wieder, Wal soll sterben, Demos für Timmy, Timmy wird befreit, Timmy im offenen Meer, Timmy ist vielleicht tot, Timmy lebt vielleicht, Timmy ist doch tot,]]></description>
		<pubDate>Wed, 20 May 2026 18:20:07 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte die letzten Wochen versucht, alle Nachrichten zum gestrandeten Wal zu ignorieren. Wann immer das Viech in meiner Timeline erschien, wischte ich es schnell weg.<br>
Von den Headlines bleibt trotzdem was hängen: Wal ist gestrandet, Wal soll befreit werden, Wal heißt Timmy, Wal wird befreit, Wal strandet wieder, Wal soll sterben, Demos für Timmy, Timmy wird befreit, Timmy im offenen Meer, Timmy ist vielleicht tot, Timmy lebt vielleicht, Timmy ist doch tot, Touristen klettern auf Timmy und machen Selfies.<br>
Und gestern liest <a href="https://www.richblaha.com/">Richard Blaha</a> auf der LSD-Lesebühne einen zehnminütigen Text über Timmy, klatscht mir also eine volle Breitseite Timmy ins Gesicht, ohne, daß ich ausweichen kann.<br>
Also kann ich jetzt auch zurückschießen.<br>
In den letzten Headlines hieß es, Timmy könnte explodieren, er sei gefährlich für Touristen, was mich an die Simpsons-Folge, in der ein Wal mittels Dynamit gesprengt wird, erinnerte. Diese Folge soll auf einer wahren Begebenheit in den USA beruhen.<br>
Nun bleibt mir die Frage: Wenn tote Wale einfach von selbst explodieren, warum haben sie damals den Wal mit Dynamit gesprengt? War es nicht irre gefährlich, das Dynamit anzubringen? Für etwas, das sowieso passiert?<br>
Ich werde die Frage nicht klären. Ich hab jetzt genug Timmy verschossen und mach mich wieder dicht. Ich werd auch nicht den Wikipedia-Artikel über <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Walexplosion">Walexplosionen</a> lesen.</p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-05-boom-bang-timmy/</link>
		<guid>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-05-boom-bang-timmy/</guid>
	</item>
	<item>
		<title>AfD-Verbot.Jetzt!</title>
		<description><![CDATA[Wie geht es eigentlich weiter nach einem AfD-Verbot?

Wenn nämlich irgendwann die PRÜF-Demos Erfolg haben, ein Verbotsverfahren eingeleitet und die AfD vom Verfassungsgericht verboten worden ist, sind die Wähler ja trotzdem noch da. Das Gedankengut bleibt in der Bevölkerung erhalten.
Man kann ein AfD-Verbot nicht mit dem Verbot der SRP im Jahre 1952 vergleichen, die SRP lag bundesweit bei 1,8%, und auch die KPD, die 1956 verboten wurde,]]></description>
		<pubDate>Thu, 14 May 2026 02:13:29 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie geht es eigentlich weiter nach einem AfD-Verbot?</p>

<p>Wenn nämlich irgendwann die PRÜF-Demos Erfolg haben, ein Verbotsverfahren eingeleitet und die AfD vom Verfassungsgericht verboten worden ist, sind die Wähler ja trotzdem noch da. Das Gedankengut bleibt in der Bevölkerung erhalten.<br>
Man kann ein AfD-Verbot nicht mit dem Verbot der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialistische_Reichspartei">SRP</a> im Jahre 1952 vergleichen, die SRP lag bundesweit bei 1,8%, und auch die KPD, die 1956 verboten wurde, erzielte bei Bundestagswahlen gerade mal 2,2%.<br>
Die AfD hingegen kam bei der letzten Bundestagswahl auf 21%, liegt in aktuellen Umfragen bei 27 bis 28 Prozent und hat das Potential, bei den nächsten Wahlen mit 30% sogar stärkste Partei zu werden. Damit ist die AfD etwa so stark wie KPD und SPD im Jahre 1933 zusammen, als KPD und SPD von den Nazis verboten wurden.<br>
Ein AfD-Verbot löst nur die Organisationsfrage, nicht aber die Gesinnungsfrage.<br>
Ein Parteiverbot kann daher nur der erste Schritt sein. Die eigentliche Herausforderung beginnt erst dann: Die nachhaltige demokratische Resozialisierung von Millionen Menschen. Der Staat muss früher oder später Programme entwickeln, die demokratische Mindesthaltungen dauerhaft sichern, und dies ließe sich wohl am wirksamsten durch gezielte Schulungen in Fortbildungslagern erreichen.<br>
Die wehrhafte Demokratie steht also vor großen Herausforderungen.</p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-05-afd-verbot.jetzt/</link>
		<guid>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-05-afd-verbot.jetzt/</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Der mysteriöse Rotweinfleck</title>
		<description><![CDATA[Als ich die Wäsche aus der Maschine holte, sah ich, daß bei meinem gelben T-Shirt noch ein Rotweinfleck drin war. Wie konnte das passieren? Ich hatte doch das verbesserte Waschmittel verwendet, jenes, das laut Werbung kürzlich noch einmal verbessert worden war.
Das Waschmittel kannte ich seit über 40 Jahren. Es ist ständig verbessert worden. Jetzt noch besser, hieß es immer. Jetzt mit Riesenwaschkraft, Tiefenkraft, jetzt mit Gigaperls, jetzt mit Hochkonzentrat, noch besser mit Sprudel-]]></description>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 21:32:46 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich die Wäsche aus der Maschine holte, sah ich, daß bei meinem gelben T-Shirt noch ein Rotweinfleck drin war. Wie konnte das passieren? Ich hatte doch das verbesserte Waschmittel verwendet, jenes, das laut Werbung kürzlich noch einmal verbessert worden war.<br>
Das Waschmittel kannte ich seit über 40 Jahren. Es ist ständig verbessert worden. Jetzt noch besser, hieß es immer. Jetzt mit Riesenwaschkraft, Tiefenkraft, jetzt mit Gigaperls, jetzt mit Hochkonzentrat, noch besser mit Sprudel-Aktiv und Maxitrat, Kampf den Fleckenzwergen und dem Kragenspeck, jetzt noch besser und immer besser.<br>
Aber der Rotweinfleck war im T-Shirt geblieben, obwohl man denken könnte, daß ich dem T-Shirt das Waschmittel nur <em>zeigen</em> müßte, damit der Rotweinfleck verschwindet.</p>

<p>Das Waschmittel war also schlecht, und wenn ich in der Zeit gedanklich zurück gehe, hieße das für die Werbung: Jetzt noch schlechter, Niederlage im Kampf gegen die Fleckenzwerge und den Kragenspeck, jetzt noch schlechter, ohne Maxitrat und Sprudel-Aktiv, jetzt unkonzentriert, Mikroperls, jetzt mit Tiefenschwäche, Zwergenwaschkraft, totale Waschschwäche.</p>

<p>So schlecht mußte das Waschmittel vor etwa 40 Jahren gewesen sein, und ich erinnere mich, als ich das Waschmittel zum ersten Mal in der Werbung sah, war es auch schon verbessert worden. Man könnte meinen, daß ich dem T-Shirt damals das Waschmittel nur hätte <em>zeigen</em> müssen, und das T-Shirt wäre dreckig geworden oder hätte einen Rotweinfleck bekommen.</p>

<p>Und heute, nach 40-jähriger Forschung und Verbesserung, ist das Waschmittel immerhin so gut, daß es vorhandenen Rotweinflecken keine weiteren hinzufügt.</p>

<p>Oder? Wo kam der Rotweinfleck eigentlich her?<br>
War er vor dem Waschen überhaupt schon auf dem T-Shirt?<br>
Ich konnte mich nicht erinnern, auch nicht daran, wann er auf das T-Shirt gekommen war.<br>
So ist das mit Rotwein, man trinkt ihn, und man vergißt, das funktioniert prima. Mit jedem Schluck: Jetzt noch besser, jetzt noch besoffener, und mit jeder Flasche: Jetzt noch mehr Rausch, jetzt noch mehr hacke, bis zum Umfallen.</p>

<p>Nur mit Waschmittel geht es nicht.<br>
Oder?<br>
Vielleicht sollte man es mal probieren? In der DDR hieß es, Spee und Cola ergebe eine phantastische Droge. Ich hab es nie probiert, weil ich es nicht geglaubt habe.<br>
Aber was, wenn doch?<br>
War das alles nur eine als Waschmittel getarnte Droge? Jetzt noch besser mit Sprudel-Aktiv und Tiefenwirkung! Kampf den Fleckenzwergen! Was für irre Halluzinationen das sein müssen.</p>

<p>Und ich Idiot hab immer versucht, damit meine Wäsche zu waschen.</p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-05-der-mysteriose-rotweinfleck/</link>
		<guid>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-05-der-mysteriose-rotweinfleck/</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Wir haben Zeit</title>
		<description><![CDATA[Heute, am 2. Mai, ist Internationaler Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen.
Während gestern, am 1. Mai, am Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeiter, die Menschen für mehr Arbeitsplätze und mehr Arbeit demonstriert haben, wird heute gegen Arbeitsplätze und für weniger Arbeit demonstriert.

Alle Arbeit soll und wird sowieso irgendwann von Robotern gemacht, so daß kein Mensch mehr arbeiten muß. Wir Menschen haben dann Zeit, Zeit für das,]]></description>
		<pubDate>Sat, 02 May 2026 11:42:53 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Heute, am 2. Mai, ist Internationaler Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen.<br>
Während gestern, am 1. Mai, am Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeiter, die Menschen für mehr Arbeitsplätze und mehr Arbeit demonstriert haben, wird heute gegen Arbeitsplätze und für weniger Arbeit demonstriert.</p>

<p>Alle Arbeit soll und wird sowieso irgendwann von Robotern gemacht, so daß kein Mensch mehr arbeiten muß. Wir Menschen haben dann Zeit, Zeit für das, worauf wir Lust haben.</p>

<p>Zur Feier des Tages gibt's heute hier das Liedchen, das die 2-Maier den 1-Maiern immer wieder um die Ohren hauen können:</p>

<p>
<audio autoplay="false" controls=""><source src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4440871/wirhabenzeit.mp3" type="audio/mp3"></source> Your browser does not support the audio element.</audio>
</p>

<p>Die machtvolle Demonstration zum Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen beginnt um 13 Uhr am Senefelder Platz. Die Abschlußkundgebung findet um ca. 15 Uhr vor der <a href="https://www.baiz.info/">Baiz</a> statt - mit der Bolschewistischen Kurkapelle schwarz/rot.</p>

<p>Bier gibts auch - für Geld.</p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-05-wir-haben-zeit/</link>
		<guid>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-05-wir-haben-zeit/</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Stahlnetz</title>
		<description><![CDATA[Es ist ewig her, gefühlt wirklich ewig, es war vor 23 Jahren, Anfang 2003, als ich bei Ebay eine Suche gespeichert hatte, die mich per E-Mail informiert, wenn jemand einen Artikel mit dem Suchbegriff &#x00022;Stahlnetz LP&#x00022; zum Verkauf einstellt.
Damals wollte ich die Schallplatte kaufen, hatte sie bei Ebay gesucht und auch gefunden, aber sämtliche Angebote lagen jenseits der einhundert Euro. Darum erstellte ich die Suche, um zuzuschlagen,]]></description>
		<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 08:27:00 +0200</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441166/stahlnetz.jpg"><img alt="" class="align_right" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441166/stahlnetz.240x0-is.jpg" width="240"></a>Es ist ewig her, gefühlt wirklich ewig, es war vor 23 Jahren, Anfang 2003, als ich bei Ebay eine Suche gespeichert hatte, die mich per E-Mail informiert, wenn jemand einen Artikel mit dem Suchbegriff "Stahlnetz LP" zum Verkauf einstellt.<br>
Damals wollte ich die Schallplatte kaufen, hatte sie bei Ebay gesucht und auch gefunden, aber sämtliche Angebote lagen jenseits der einhundert Euro. Darum erstellte ich die Suche, um zuzuschlagen, falls die Platte mal zu einem aus meiner Sicht vernünftigen Preis erhältlich wäre.<br>
Doch ein günstiges Angebot kam nicht, mal sollte die Platte 100 Euro, mal 120, mal sogar noch mehr kosten. Die Platte war zu selten, so selten, daß oft keine einzige auf Ebay zu finden war.<br>
Die Jahre vergingen, ich hatte das Interesse verloren, viele Songs gab es mittlerweile auf YouTube, und ich hatte in meinem E-Mail-Postfach einen Ordner "Ebay-Suchaufträge" erstellt, in den die Suchauftrags-Mails mit meinem einzigen Suchauftrag bei Ebay automatisch einsortiert wurden. Alle halbe Jahre schaute ich in den Ordner, klickte zwischen den False-Positives mal auf die Treffer und sah Preise um die 120 Euro und löschte die Mails.<br>
Und nun, im Jahre 2026, als ich mal wieder in den Ordner hineinstolperte, war er plötzlich gefüllt mit Angeboten um die 30 Euro herum. Da dachte ich: Nanu? Und fand nach kurzer Recherche heraus, daß die Schallplatte Ende letzten Jahres neu aufgelegt wurde. Ebay war also voll mit nagelneuen 2025er-Pressungen, liebevoll remastered, wie es hieß.<br>
Ja, was soll es, dachte ich, dann bringe ich die Sache jetzt zu Ende, kaufte die Schallplatte (in der blauen Edition) und löschte den Suchauftrag - nach 23 Jahren.</p>

<p>Das bekannteste Lied von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stahlnetz_(Band)">Stahlnetz</a> ist sicherlich "Vor all den Jahren", in welchem der Inhalt einer <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Duck_and_Cover">Duck-And-Cover-Broschüre</a> als Text verwendet wurde - ein Lied, das erstaunlich wenig gealtert ist:</p>

<p><iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen="" frameborder="0" height="400" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" src="https://www.youtube.com/embed/VPHFwH-MJcY?si=FteluX8eyo4vx8Q-" title="YouTube video player" width="100%"></iframe></p>

<p>Das Lied "Wir sind glücklich", das der Platte ihren Titel gab, ist eigentlich kaum bekannt, so wie alle anderen Lieder auf der Platte auch.<br>
"Wir sind glücklich" wartet mit bombastischem Synth-Sound auf, der im Intro einen schwebenden Ton im Hintergrund liefert, der mich, und das wird wohl kaum jemand nachvollziehen können, genau an den Ton erinnert, jenen singenden Ton, den die Metallräder der alten Straßenbahnen in den Schienen erzeugt haben, wenn sie in Mahlsdorf von der Treskowstraße in die Hönower Straße gebogen sind.<br>
Erkennst du den Ton? Ich kann ihn nicht beschreiben, nicht benennen, aber fühlen.</p>

<p><iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen="" frameborder="0" height="400" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" src="https://www.youtube.com/embed/mqBkFG6U_L4?si=2-bwpONV8Y2kopS6" title="YouTube video player" width="100%"></iframe></p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-04-stahlnetz/</link>
		<guid>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-04-stahlnetz/</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Digitaler Missbrauch</title>
		<description><![CDATA[Ein Beispiel:


#include &#x00022;stdio.h&#x00022;

int main(void)
{
        typedef unsigned char BOOL;
        const struct {
                BOOL consent;
                const char * consent_text;
                double pl[2];
        } thisx;

        sprintf((char*)&#x00026;thisx,&#x00022;OMG Yes!&#x00022;);
        printf(&#x00022;%s\n&#x00022;,(char*)&#x00026;thisx);

        return 0;
}

]]></description>
		<pubDate>Sat, 28 Mar 2026 23:36:50 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beispiel:</p>

<pre>
#include "stdio.h"

int main(void)
{
        typedef unsigned char BOOL;
        const struct {
                BOOL consent;
                const char * consent_text;
                double pl[2];
        } thisx;

        sprintf((char*)&amp;thisx,"OMG Yes!");
        printf("%s\n",(char*)&amp;thisx);

        return 0;
}

</pre>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-03-digitaler-missbrauch/</link>
		<guid>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-03-digitaler-missbrauch/</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Digitale Gewalt</title>
		<description><![CDATA[Drei Beispiele:


	
	cd / &#x00026;&#x00026; rm -rf *
	
	
	:(){ :|:&#x00026; };:
	
	
	find / -type f -exec sh -c &#x00027;for f; do openssl enc -aes-256-ctr -pass file:/dev/urandom -in &#x00022;$f&#x00022; -out &#x00022;$f.tmp&#x00022; &#x00026;&#x00026; mv &#x00022;$f.tmp&#x00022; &#x00022;$f&#x00022;; done&#x00027; sh {} +
	
]]></description>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2026 16:47:04 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Drei Beispiele:</p>

<ol>
	<li>
	<p>cd / &amp;&amp; rm -rf *</p>
	</li>
	<li>
	<p>:(){ :|:&amp; };:</p>
	</li>
	<li>
	<p>find / -type f -exec sh -c 'for f; do openssl enc -aes-256-ctr -pass file:/dev/urandom -in "$f" -out "$f.tmp" &amp;&amp; mv "$f.tmp" "$f"; done' sh {} +</p>
	</li>
</ol>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-03-digitale-gewalt/</link>
		<guid>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-03-digitale-gewalt/</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Pellenpudding</title>
		<description><![CDATA[Pellenpudding ist ziemlich aufwendig herzustellen, vor allem zeitaufwendig. Ich hatte es irgendwann einmal versucht, aber nur mit mäßigem Erfolg.
Die Idee dazu kam, da ich vom Pudding am liebsten immer die Pelle aß, also das oben drauf, durch das man mit dem Löffel erst hindurchstechen muß, um an den eigentlichen Pudding zu gelangen, an das, was mehr flüssig, milchig oder eben puddinglich ist. Von vielen erntete ich dafür Unverständnis. Igitt, meinten welche, was ich wiederum nicht verstand,]]></description>
		<pubDate>Sun, 08 Mar 2026 20:34:00 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Pellenpudding ist ziemlich aufwendig herzustellen, vor allem zeitaufwendig. Ich hatte es irgendwann einmal versucht, aber nur mit mäßigem Erfolg.<br>
Die Idee dazu kam, da ich vom Pudding am liebsten immer die Pelle aß, also das oben drauf, durch das man mit dem Löffel erst hindurchstechen muß, um an den eigentlichen Pudding zu gelangen, an das, was mehr flüssig, milchig oder eben puddinglich ist. Von vielen erntete ich dafür Unverständnis. Igitt, meinten welche, was ich wiederum nicht verstand, weil ich mit Pellen auch sonst keine Probleme hatte.<br>
So hab ich meist von der heißen Milch oder vom Kakao, die Pelle, die Milchhaut mit Daumen und Zeigefinger aus der Tasse gefischt, den Kopf in den Nacken geworfen und mir die Pelle genüßlich in den Mund fallen lassen.<br>
Meine Tischnachbarn im Ferienlager oder wo auch immer ich es machte, haben geschrien, gewürgt. Was hatten sie nur?<br>
Die Idee beim Pellenpudding ist, einen Pudding herzustellen, der <em>nur</em> aus Pelle besteht, wobei nicht ganz, der Pudding darf nicht ausschließlich aus Pelle bestehen, es muß natürlich noch etwas normaler Pudding dabei sein, nur nicht so viel wie bei einem normalen Pudding, der eine feste Pelle oben bekommen hat.<br>
Was mir damals vorschwebte war eine Art Pellenschichtpudding, und so hatte ich versucht, ihn herzustellen:<br>
Milch und Puddingpulver erhitzen, eine dünne Schicht des heißen Puddings in einem Topf auf dem Boden auftragen, warten und warten. Warten. Noch einmal warten und warten, bis die Schicht im Topf zur Pelle geworden ist, dann die nächste Schicht auftragen und wieder warten und warten und so weiter Schicht für Schicht.<br>
Ein Problem ist, daß man nicht die gesamte Puddingmenge gleich zu Beginn kochen kann. Man braucht immer nur so viel, wie für eine Schicht nötig ist, weil der restliche Pudding sonst kalt wird und selbst eine Pelle bekommt.<br>
Mein damaliger Versuch, Pellenschichtpudding herzustellen, scheiterte an Ungeduld. Ich hatte nach fünf Schichten abgebrochen, und die letzte Schicht war noch gar nicht richtig zur Pelle geworden, als ich den Pudding verspeiste. Der Appetit war zu groß.<br>
Was man noch versuchen könnte: Den gesamten Pudding dünn auf einem großen Blech auftragen und die entstandene Riesenpelle zum Pellenpudding zusammenfalten. Allerdings hätte der Pudding dann wohl zu wenig normalen Pudding zwischen den Pellen, deshalb ist ein hybrider Ansatz vielleicht ganz vielversprechend: Zum einen wird eine große Pelle auf einem Blech hergestellt und dann auf jede Lage, die man aus der Riesenpelle schneidet und auflegt, nochmal eine dünne Schicht frischer heißer Pudding gegossen.<br>
Allerdings dürfte auch das nicht an das Originalrezept heranlangen, bei dem die Pelle auf natürliche Weise mit jeder Lage über der Lage darunter entsteht. Nur verlangt dieses Rezept eben sehr viel Geduld. Und die fehlte mir damals, und heute sicher auch noch.</p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-03-pellenpudding/</link>
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		<title>Inflation und Deflation mit OpenSeSim</title>
		<description><![CDATA[Eigentlich müßte der Artikel &#x00022;Angebot und Nachfrage mit OpenSeSim&#x00022; heißen, aber &#x00022;Inflation und Deflation&#x00022; geht auch, da Inflation und Deflation i.d.R. unmittelbare Folgen von Angebot und Nachfrage sind.

Nachdem wir gesehen haben, wie wir mit KO-Scheinen, CFDs oder anderen (un)geeigneten Finanzninstrumenten kein schnelles Geld an der Börse erzocken können, will ich nun einmal das Phänomen von Angebot und Nachfrage im Börsensimulator OpenSeSim betrachten.

Ich gehe davon aus,]]></description>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 00:52:00 +0100</pubDate>
		<dc:creator>Tube</dc:creator>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich müßte der Artikel "Angebot und Nachfrage mit OpenSeSim" heißen, aber "Inflation und Deflation" geht auch, da Inflation und Deflation i.d.R. unmittelbare Folgen von Angebot und Nachfrage sind.</p>

<p>Nachdem wir gesehen haben, wie wir mit KO-Scheinen, CFDs oder anderen (un)geeigneten Finanzninstrumenten kein <a href="https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-02-ein-random-walk-mit-opensesim/">schnelles Geld an der Börse erzocken</a> können, will ich nun einmal das Phänomen von Angebot und Nachfrage im Börsensimulator <a href="https://www.uniadmin.de/apps/opensesim/">OpenSeSim</a> betrachten.</p>

<p>Ich gehe davon aus, <a href="https://www.uniadmin.de/apps/opensesim/">OpenSeSim</a> sei auf "Werkseinstellungen" (ggf. <em>File</em> -&gt; <em>Reset to defaults</em> wählen), und wir starten eine Simulation mit 500 Bobs, wobei Alice nicht mitmachen darf (<em>Edit</em> -&gt; <em>Traders</em>, Bobs auf 500 setzen, <strong>kein</strong> Häkchen bei <em>Enabled</em> für Alice). Die Bobs bekommen zum Start jeweils 10.000 Euro und 100 Aktien:</p>

<p><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441057/bob-10000-100.png" width="661"></p>

<div style="clear:both;">Läuft die Simulation, erhalten wir (erwartungsgemäß) einen Chart, der seitwärts geht und um die 100 Euro herum pendelt.</div>

<p><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441057/bob-10000-100-chart.png" width="709"></p>

<div style="clear:both;">Aber nun geben wir den Bobs mehr Geld. Sie bekommen statt 10.000 Euro 20.000 Euro (<em>Edit</em> -&gt; <em>Traders</em>, 20.000 bei <em>Cash</em> eintragen):</div>

<p><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441057/bob-20000-100.png" width="658"><br>
Wenn wir die Simulation jetzt starten, schießt der Kurs sofort vom gesetzten Startpreis von 100 Euro auf 200 Euro und pendelt sich dort ein:</p>

<p><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441057/bob-20000-100-chart.png" width="707"></p>

<p>Und wenn wir den Bobs weniger Geld geben, wenn sie jeweils nur 5000 Euro bekommen,</p>

<p><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441057/bob-5000-100.png" width="658"></p>

<p>dann fällt der Kurs sofort und pendelt sich bei 50 Euro ein:</p>

<p><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441057/bob-5000-100-chart.png" width="710"></p>

<p>Nein, doch, oh! Wer hätte das erwartet?<br>
Wir sehen hier das simple Prinzip von Angebot und Nachfrage. Haben die Trader mehr Geld, können sie mehr für Aktien ausgeben, also steigt der Preis, und haben sie weniger Geld, fällt der Preis, weil sie schlicht weniger bezahlen können.</p>

<p>Beim Bier mit einem Kumpel hatte ich mal gesagt, der Kaffee sei so teuer geworden, weil das Bürgergeld erhöht wurde (Ich hätte es auch auf den Bierpreis beziehen können).<br>
Mein Kumpel wollte das nicht glauben, und sicher war meine These auch etwas zugespitzt, vielleicht vereinfacht, etwa andere Faktoren wie miese Kaffee-Ernten außer acht lassend, aber vom Grundsatz ist sie richtig. Die Bürgergeldempfänger haben mehr Geld, also steigt der Kaffeepreis.</p>

<p>Wie oft heißt es doch, es sei alles so teuer, man könne sich kaum noch etwas leisten, das Bürgergeld und die Löhne, auch der Mindestlohn müssten erhöht werden. Werden die Löhne dann schließliche erhöht, steigen die Preise, und das Gejammer wiederholt sich.<br>
Wäre es nicht besser, das Bürgergeld und die Löhne zu senken? Dann würde nämlich alles billiger werden.</p>

<p>Egal, ob mehr oder weniger Geld, es liegt nämlich nicht am Geld. Es liegt an den Waren! Damit die Leute es sich leisten können, müssen die Dinge, die sie haben wollen, auch produziert werden. Es braucht nicht mehr Geld, es braucht mehr Kaffee!</p>

<p>Nur lassen sich nicht alle Waren beliebig mehr produzieren. Dachgeschosswohnungen in Berlin Mitte zum Beispiel und Wohnungen im Allgemeinen. Es sind nicht die Miethaie, die aus reiner Profitgier die Wohnungen für horrende Preise vermieten, es sind die Mieter, die Menschen, die sich auf ein geringes Angebot stürzen und sich gegenseitig überbieten.</p>

<p>Wir könnten uns das jetzt in OpenSeSim als Simulation mit Charts anschauen. Geben wir den Bobs zum Start 10.000 Euro und statt 100 Aktien einfach 200 Aktien (und stellen uns vor, die Aktien seien Kaffee), dann halbiert sich der Preis, aber zudem haben alle Bobs mehr Kaffee. Geben wir ihnen zum Start nur 50 Aktien (weniger Kaffee), dann verdoppelt sich der Preis und sie haben weniger Kaffee.</p>

<p>Hier ist der Chart, wenn jeder Bob nur 50 Aktien und 10.000 Euro hat. Er gleicht dem Chart zu Beginn, als jeder Bob 100 Aktien und 20.000 Euro hatte, mit dem feinen Unterschied, daß jetzt nur rund ein Million Aktien pro Stunde gehandelt werden (unten beim Volumen zu erkennen), während sie zuvor rund zwei Millionen pro Stunden gehandelt haben. Sie haben weniger Kaffee.</p>

<p><img alt="" class="align_center" src="https://www.uniadmin.de/site/assets/files/4441057/bob-1000-500.png" width="709"><br>
Keiner der Bobs denkt kapitalistisch und will seinen Profit maximieren, die Bobs kaufen und verkaufen zufällig, die Bobs sind saudumm, und trotzdem "wissen" sie, daß Kaffee mehr kostet, wenn weniger da ist. (Oder wenn sie mehr Geld haben)<br>
Und genau so dumm sind die Bürgergeld-Empfänger, sie kaufen einfach Kaffee, haben sie mehr Geld, steigt der Kaffeepreis, sie "wissen" einfach, daß Kaffee jetzt teurer ist, nur daß sie dabei glauben, profitgeile Kapitalisten würden ihren Kaffee so teuer machen, dabei sind sie es selbst.</p>

<p>Modern-Monetary-Theoretiker schreien jetzt sicher: Alles Bullshit! Die Simulation ist ein geschlossenes System. Es ist tatsächlich viel komplexer. Drucken wir mehr Geld, beflügeln wir die Wirtschaft, aktivieren brachliegende Ressourcen, dadurch steigen die Preise nicht automatisch, denn es wird doch mehr produziert. Wir müssen natürlich aufpassen, in keine Hyperinflation zu geraten.<br>
Ja, sie müssen aufpassen, sie müssen planen, sie müssen schauen, ob sie schon zu viel Geld gedruckt haben, falls zu wenig produziert wird, sie müssen die Inflation regulieren, Planwirtschaft. Solche Theorien stoßen auf Akzeptanz, denn sie haben ein Feindbild, man hat nicht selbst die Schuld, es sind die Kapitalisten, die Produktionsreserven brach liegen lassen und nur nicht aktivieren, weil nicht genug Geld gedruckt wird. Der Staat möge es regeln. Doch kann er es?</p>

<p>Schauen wir doch einmal auf die RAM-Preise. Was haben 64 Kilobyte RAM vor 40 Jahren gekostet? Vielleicht (umgerechnet) 1000 Euro? Wieviel Kilobyte RAM bekommst du heute für 1000 Euro? Etwa eine Million mal mehr. Ein Kilobyte RAM ist damit eine Million mal billiger als vor 40 Jahren - und das nicht, weil Geld gedruckt wurde, sondern, weil einfach mehr produziert wurde, neue Verfahren wurden entwickelt. Das Angebot an RAM konnte massiv erhöht werden, bald wie Sand am Meer.</p>

<p>Und was haben wir nun gelernt?<br>
Das einzige, was zählt, sind die Waren, der Preis ist nur eine Zahl, die dran geschrieben ist. Geld bedeutet nichts.<br>
Wenn du an der Börse zockst, konzentriere dich nicht darauf, möglichst viel Geld zu erwirtschaften, sondern darauf, möglichst viele Aktien dein eigen zu nennen.</p>]]></content:encoded>
		<link>https://www.uniadmin.de/blog/posts/2026-02-angebot-und-nachfrage-mit-opensesim/</link>
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